Die Bürger entscheiden

Begrenzung der Windkraftanlagen auf maximal 5 im Ebersberger Forst

Das Windrad bei Hamberg in der Gemeinde Bruck wurde 2016 errichtet. Es soll bald nicht mehr das einzige sein. Foto: Stefan Dohl

Das Windrad bei Hamberg in der Gemeinde Bruck wurde 2016 errichtet. Es soll bald nicht mehr das einzige sein. Foto: Stefan Dohl

Landkreis-Ebersberg · Maximal fünf Windräder im Ebersberger Forst und der Landkreis, seine Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit insgesamt vierzig Prozent an den Anlagen beteiligen können.

Weiter zum Text

Weitere Artikel zum Thema:
Freistaat erlaubt fünf Windräder im Ebersberger Forst
Artikel vom 03.06.2021: Wichtiger Vertrag unterzeichnet

Ebersberg · Der Weg für bis zu fünf Windräder im Ebersberger Forst ist frei
Artikel vom 17.05.2021: Windrad-Bürgerentscheid

Landkreis/Ebersberg · Windräder ja oder nein?
Artikel vom 12.05.2021: Am Sonntag , 16.5.2021, fällt die Entscheidung beim Windkraft-Bürgerentscheid

Ebersberg · Neues zum Windrad-Bürgerentscheid
Artikel vom 11.05.2021: Jede Stimme zählt

Bürgerentscheid „Windkraft im Ebersberger Forst“
Artikel vom 06.05.2021: Hohe Wahlbeteiligung absehbar

"Kein Windindustriegebiet im Ebersberger Forst"
Artikel vom 05.05.2021: VLAB und „Wildes Bayern“ fordern „NEIN“ beim Ratsbegehren am 16. Mai

Ebersberg/Kirchseeon · Debatte um den Windkraft-Bürgerentscheid
Artikel vom 05.05.2021: Leserzuschrift: Landratreagiert auf Kritik der Gegner, Kurier 28.4.2021, S.4

Vaterstetten · Harald Lesch äußert sich zur Windkraft-Debatte
Artikel vom 05.05.2021: "Raus aus den fossilen Ressourcen"

Ebersberg · Den Wald als Klima- und Artenschützer erhalten
Artikel vom 05.05.2021: Nein zum Bürgerentscheid

BUND Naturschutz wirbt für „Ja“ bei Bürgerentscheid zum Thema Windkraft
Artikel vom 29.04.2021: Windenergieanlagen im Ebersberger Forst

WWindenergieprojekt im Ebersberger Forst
Artikel vom 22.04.2021: Unterlagen für den Bürgerentscheid

Landkreis-Ebersberg · Infokampagne zur Windenergie geht in den Endspurt
Artikel vom 14.04.2021: Selbst ein Bild machen

Energiewende Vaterstetten spricht sich für das Projekt im Ebersberger Forst aus
Artikel vom 03.03.2021: "Windkraftanlagen für die Zukunft der Region"

»Was den Landkreis bewegt« - Windkraft im Forst – Die Stunde der Basisdemokratie
Artikel vom 18.02.2021: Kolumne von Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg

Windenergie im Ebersberger Forst - Informationskampagne gestartet
Artikel vom 17.02.2021: Fakten über den Windpark

Landkreis will Bürger über Windenergie im Ebersberger Forst aufklären
Artikel vom 14.01.2021: Informationskampagne startet im Februar

2020:

Bürgerentscheid über Windräder im Ebersberger Forst
Artikel vom 01.02.2020: Der Bürger hat das Wort

Alles zur Petition zum Erhalt:

Hände weg vom Ebersberger Forst
Artikel vom 09.08.2018: Bürgerinitiative gegen eine Umgehungsstraße durch das Waldbiotop und Windkraftanlagen

Nachhaltigkeits-Seite der Wochenanzeiger

Nachhaltige Energie
Thema: Dämmung, Kohleausstieg, Windkraft und Energiesparen

Themenseite zur Nachhaltigkeit
Wir von den Münchner Wochenanzeigern berichten während des gesamten Jahres über alle Aktivitäten in Stadt und Land zum Thema Nachhaltigkeit.


<<br />>] Das sind die zentralen Inhalte von Vertragswerken zwischen dem Landkreis und den Bayerischen Staatsforsten einerseits und dem Projektentwickler Green City AG andererseits. Beschlossen hat sie der Kreistag in seiner letzten Sitzung am 15. März. Unterschrieben wird der Vertrag mit den Staatsforsten erst, wenn sich die Landkreisbürger am 16. Mai mehrheitlich dafür aussprechen, dass die fünf Windräder im Forst errichtet werden sollen.

Die Bayerischen Staatsforsten stimmen in dem Vertrag der Begrenzung der Zahl der Windenergieanlagen für den Bereich des gemeindefreien Gebietes „Ebersberger Forst“ auf insgesamt maximal fünf Stück zu und verpflichten sich, diese Begrenzung in ihren Verträgen mit der Green City Energy AG oder anderen Antragstellern umzusetzen. Der private Projektentwickler erklärt sein Einverständnis mit dieser Anpassung der Standortsicherungsverträge. Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 15. März 2021 auch dem Vertrag zwischen dem Landkreis Ebersberg und der Green City AG zugestimmt. Damit ist auch der Weg für eine Bürgerbeteiligung an den Windkraftanlagen frei.

Folgende Kernpunkte wurden fixiert:
Pro erzeugter Kilowattstunde werden 0,2 ct an den Landkreis oder die Anrainergemeinden bezahlt. Dabei handelt es sich um eine Summe von mindestens 125.000 Euro Jahr über einen Zeitraum von 20 Jahren. Zum aktuellen Zeitpunkt klärt das EEG nicht, wer diese Zahlung empfangen kann, wenn die Windräder in gemeindefreiem Gebiet stehen. Damit die Zahlung erfolgen kann, muss diese Lücke im EEG geschlossen werden. Die Vertragsparteien gehen davon aus, dass das EEG bis zum möglichen Betriebsbeginn der Windräder entsprechend angepasst wurde.

Der Strom der 5 Windräder wird interessierten Verbraucherinnen und Verbrauchern im Landkreis über ein regionales Ökostromprodukt wie beispielsweise „EBERstrom“ des EBERwerks zur Verfügung gestellt. Der Landkreis, bzw. die Gemeinden, das kommunale EBERwerk sowie Bürgerenergiegenossenschaften (oder vergleichbare Publikums-Bürgerenergiegesellschaften aus dem Landkreis Ebersberg) können sich zu 40 Prozent an den Windrädern beteiligen. Somit gehören 40 Prozent der Windräder Akteuren im Landkreis. Der Kaufpreis wurde so vereinbart, dass eine Rendite von 5 Prozent zu erwarten ist. Auch die Finanzierung der übrigen 60 Prozent kann durch die Bürgerenergiegenossenschaften des Landkreises durchgeführt werden. Sie erhalten Vorrang vor anderen Bürgerbeteiligungen.

Sollten die Windräder genehmigt werden, wird die Betreibergesellschaft sämtliche Kosten zur Modifizierung des Landschaftsschutzgebietes übernehmen. Bei Nichtgenehmigung werden zukünftig anfallende Kosten zu 40 Prozent vom Landkreis und zu 60 Prozent von Green City getragen. Bisher angefallene Kosten trägt jede Partei selbst.

„Das Ergebnis der Verhandlungen kommt den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises zugute. Ich freue mich, dass die Green City AG unseren Forderungen kooperativ entgegengekommen ist“, erklärt Landrat Robert Niedergesäß. „Beide Verträge sind wichtige Grundlagen der möglichen Umsetzung von Windkraftanlagen im Ebersberger Forst. Die vertragliche Zusicherung zur Begrenzung der Windkraftanlagen auf maximal fünf Stück sowie die Option, sich in verschiedenster Weise an den Windkraftanlagen zu beteiligen sind sicher vertrauensbildende Argumente im Willensbildungsprozess vor dem Bürgerentscheid am 16. Mai. Ich bin froh, dass diese so wichtigen Forderungen des Kreistages schon jetzt geklärt sind und wir alle Schritte bis zum Bürgerentscheid transparent darstellen können“, so der Landrat.

Artikel vom 30.03.2021
Auf Facebook teilen / empfehlen Whatsapp

Weiterlesen





Wochenanzeiger München
 
Kleinanzeigen München
 
Zeitungen online lesen
z. B. Samstagsblatt, Münchener Nord-Rundschau, Schwabinger-Seiten, Südost-Kurier, Moosacher Anzeiger, TSV 1860, ...