Informationskampagne startet im Februar

Landkreis will Bürger über Windenergie im Ebersberger Forst aufklären

Der Windpark Fuchstal ist ein gelungenes Beispiel für Windräder in einem Forst im Voralpenland. Die Energieagentur Ebersberg-München plant Exkursionen für BBürger u diesem Windpark. Foto: Ingenieurbüro Sing

Der Windpark Fuchstal ist ein gelungenes Beispiel für Windräder in einem Forst im Voralpenland. Die Energieagentur Ebersberg-München plant Exkursionen für BBürger u diesem Windpark. Foto: Ingenieurbüro Sing

Landkreis-Ebersberg · "Wie der Landkreis eine klimafreundliche Energieversorgung frei von fossilen Energieträgern in der Zukunft schaffen kann, ist eine grundsätzliche Entscheidung. Deshalb ist es wichtig, dass alle Fakten auf dem Tisch liegen", sagt Willie Stiehler, Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg-München.

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Denn wenn im Mai die Bürger des Landkreises Ebersberg per Briefwahl über die fünf Windräder im Ebersberger Forst abstimmen, dann geben sie auch den Weg für die weitere, energiepolitische Zukunft des Landkreises vor.

Mit der im Februar beginnenden Informationskampagne sollen die Bürger nicht nur über den Sachstand informiert werden, den das über ein Jahrzehnt bereits in der Planung befindliche Projekt aktuell hat, sondern es soll auch über die Windenergie als möglicher Energieträger mit sachlichen und nachweisbaren Fakten aufgeklärt werden. "Wir nehmen die Sorgen der Bürger sehr ernst. Wir sehen auch, wie sich viele Mythen und Falschinformationen zur Windenergie allgemein, aber auch zu diesem Projekt im Speziellen verbreiten", sagt Willie Stiehler, der Wald und Forstwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf studiert hat.

Für ihre Informationskampagne holt sich die Energieagentur auch die Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Ebersberg. Aus Sicht der Energieagentur ist die Expertise der UNB eine wichtige Ergänzung zum eigenen Fachwissen. Ohnehin ist für das gemeinnützige Unternehmen eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen des Landratsamtes selbstverständlich – schließlich ist es selbst aus dem Landkreis und seinem Kreistag hervorgegangen.

"Wir nehmen die Sorgen der Bürger sehr ernst"

"Der Kreistag des Landkreises Ebersberg hat im Jahr 2006, also vor 15 Jahren, den Beschluss gefasst, dass er bis zum Jahr 2030 frei von fossilen und anderen endlichen Energieträgern sein will", betont Stiehler. "Dieses von der Politik getroffene, den Landkreis prägende und von der Wissenschaft als dringend notwendig anerkannte Klimaziel ist von den Wählerm seitdem in drei Kommunalwahlen mitgetragen worden."

Im Jahr 2014 entstand die Energieagentur als gemeinnützige GmbH des Landkreises Ebersberg, um die Erreichung des 2006 beschlossenen Klimaziels koordiniert anzugehen. "Dass wir ausschließlich über regenerative Energieträger informieren, ist der Auftrag, den uns der Kreistag – und damit letztendlich auch die Wähler – gegeben hatben", meint Stiehler. "Es ist wissenschaftlicher Konsens: Die erneuerbaren Energien sind der wesentliche Schlüssel zu einer enkeltauglichen Zukunft."

Die Informationskampagne wird die Menschen im Landkreis Ebersberg auf den vielfältigsten Wegen erreichen. Als erster Baustein der Informationskampagne wird im Februar eine eigene Internetseite an den Start gehen. Auch Online-Dialoge und, sofern möglich, andere Formate wie etwa Marktstände werden noch folgen, um trotz der momentanen Pandemiesituation möglichst viel Teilhabe zu ermöglichen.

Artikel vom 14.01.2021
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