Veröffentlicht am 13.07.2026 14:27

Mit allen Sinnen im Wald: Drittklässler der Rotbuchenschule auf Entdeckungstour

Die Klasse 3e der Rotbuchenschule erkundete bei den Walderlebnistagen den Wald mit allen Sinnen und entdeckte den Lebensraum spielerisch. (Foto: AELF EE/Arnold)
Die Klasse 3e der Rotbuchenschule erkundete bei den Walderlebnistagen den Wald mit allen Sinnen und entdeckte den Lebensraum spielerisch. (Foto: AELF EE/Arnold)
Die Klasse 3e der Rotbuchenschule erkundete bei den Walderlebnistagen den Wald mit allen Sinnen und entdeckte den Lebensraum spielerisch. (Foto: AELF EE/Arnold)
Die Klasse 3e der Rotbuchenschule erkundete bei den Walderlebnistagen den Wald mit allen Sinnen und entdeckte den Lebensraum spielerisch. (Foto: AELF EE/Arnold)
Die Klasse 3e der Rotbuchenschule erkundete bei den Walderlebnistagen den Wald mit allen Sinnen und entdeckte den Lebensraum spielerisch. (Foto: AELF EE/Arnold)

„Ich bin ein Frosch!”, ruft ein Junge. „Ich ein Eichhörnchen!”, ergänzt seine Klassenkameradin. Am Münchner Kindl-Spielplatz stehen die Kinder der Klasse 3e der Rotbuchenschule im Kreis, bevor sie in den Wald aufbrechen. Jede und jeder nennt seinen Namen – und ein Tier, das besonders gut zu ihm passt oder das er besonders mag.

„Welche Tiere leben im Wald?”, fragt Waldführerin Julia Schmidt. Sofort schnellen die Hände nach oben. „Reh!”, „Wildschwein!”, „Fuchs!”, „Eule!” – die Antworten kommen im Sekundentakt. Damit ist der Startschuss für einen Vormittag gefallen, an dem die Kinder den Wald mit allen Sinnen erleben. An fünf Stationen warten Aufgaben, bei denen mehr als Wissen gefragt ist. Teamarbeit, Kreativität, Geschicklichkeit und genaues Beobachten führen die Schülerinnen und Schüler durch den Lebensraum Wald. Gleich zu Beginn bauen sie aus nummerierten Rundhölzern eine Hütte – eine Aufgabe, die nur im Team gelingt. „Das hat richtig Spaß gemacht, weil alle mithelfen mussten”, sagt Leonie: „Alleine hätten wir das nie geschafft.”

Auf einem Waldparcours entdecken die Kinder versteckte Tiere und prägen sie sich ein. Am Ende kann die Klasse alle Waldbewohner richtig benennen. Beim Baummemory wird geschnuppert, gefühlt und verglichen. Blätter, Holzstücke und Nadeln müssen den Baumarten zugeordnet werden. Louis hält einen Buchenast in der Hand und ist sich sicher: „Das ist eine Buche. Der Stamm hat genauso gerochen wie die Blätter.”

Ein besonderes Highlight erlebten viele Kinder ganz nebenbei auf dem Weg zwischen zwei Stationen: Auf einem Baum direkt am Weg saß ein Eichelhäher und fraß eine Blindschleiche. „Das war richtig spannend zu beobachten”, erzählt ein Schüler. Die unerwartete Begegnung gehörte zu den eindrücklichsten Momenten des Tages.

„Zusammenhänge vor Ort erleben”

Für Klassenlehrerin Riccarda Riedel ist der Vormittag weit mehr als ein spannender Ausflug: „Die Walderlebnistage sind ein hervorragend organisiertes und zudem kostenfreies Angebot für dritte Klassen. Das Thema Wald steht im Lehrplan - und gerade für Stadtkinder ist es etwas ganz anderes, die Zusammenhänge direkt vor Ort zu erleben. Gleichzeitig stärken die Aufgaben den Teamgeist, weil viele nur gemeinsam gelöst werden können.”

Zum Abschluss wartet noch die Wald-Challenge. Trotz sommerlicher Temperaturen geben die Kinder noch einmal alles, beantworten Fragen zu Bäumen, Tieren und Früchten und fügen die Lösungswörter zusammen, die sie im Laufe des Vormittags an den einzelnen Stationen gesammelt haben. Am Ende knacken sie den Lösungssatz: „Der Wald ist Lebensraum für alle”.

Insgesamt 1.500 Schüler dabei

Mit diesem Besuch gehen die 18. Walderlebnistage des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding zu Ende. An insgesamt sieben Veranstaltungstagen in Eglharting, Oberschleißheim und Giesing erkundeten über 1.500 Schülerinnen und Schüler aus 61 dritten Klassen den Wald als Lern- und Erlebnisraum.

„Unser Ziel ist es, Kindern den Wald so zu vermitteln, dass sie ihn nicht nur verstehen, sondern auch erleben”, sagt Xenia Rüskamp, Leiterin des Walderlebniszentrums Grünwald: „Wer selbst Hütten baut, Tiere entdeckt oder Baumarten bestimmt, entwickelt einen ganz anderen Bezug zur Natur. Gleichzeitig zeigen wir, dass ein Wald viele Aufgaben erfüllt. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, schützt das Klima und dient den Menschen als Erholungsraum.”

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