Veröffentlicht am 07.07.2026 14:48

Herausragende MINT-Förderung: Fröbel-Kindergarten Schlesierstraße erhält Preis

„Der Kreislauf des Lebens - Vom Samen bis zur Ernte“: Mit diesem Thema starteten die Kinder in ihre spannende Forschungsreise. (Foto: Andreas Bacher)
„Der Kreislauf des Lebens - Vom Samen bis zur Ernte“: Mit diesem Thema starteten die Kinder in ihre spannende Forschungsreise. (Foto: Andreas Bacher)
„Der Kreislauf des Lebens - Vom Samen bis zur Ernte“: Mit diesem Thema starteten die Kinder in ihre spannende Forschungsreise. (Foto: Andreas Bacher)
„Der Kreislauf des Lebens - Vom Samen bis zur Ernte“: Mit diesem Thema starteten die Kinder in ihre spannende Forschungsreise. (Foto: Andreas Bacher)
„Der Kreislauf des Lebens - Vom Samen bis zur Ernte“: Mit diesem Thema starteten die Kinder in ihre spannende Forschungsreise. (Foto: Andreas Bacher)

„Der Kreislauf des Lebens - Vom Samen bis zur Ernte“: Mit diesem Thema starteten die Kinder in der Schlesierstraße in ihre spannende Forschungsreise. Drei Monate lang tüftelten, experimentierten und lernten sie – unterstützt von ihren engagierten Erzieherinnen und Erziehern, die die Neugier und Kreativität der Kinder bestärkten.

Für das außergewöhnliche Engagement bei der Vermittlung naturwissenschaftlicher Themen wurde der Fröbel-Kindergarten nun mit der bayernweiten MINT-Auszeichnung „Es funktioniert?!“ geehrt. Der Preis würdigt Kindertagesstätten, Horte und Grundschulen für Bildungsprojekte, in denen Kinder spielerisch und forschend die Welt entdecken – eben ganz im Sinne einer frühzeitigen MINT-Förderung.

Teil einer Bildungsinitiative

Die Auszeichnung ist Teil der Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern“ , die 2025 ihr 20-jähriges Jubiläum feierte. Sie wird getragen vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw). Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm) unterstützen die Initiative als Hauptförderer, das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert sie ebenfalls. Ob eine Projektarbeit ausgezeichnet wird, prüft eine Fachjury aus verschiedenen pädagogischen Bereichen. Dabei steht im Fokus, dass nicht die Erwachsenen, sondern die Kinder den Weg zum Ziel vorgeben.

Selbst Samen extrahiert

Die Reise für die Kinder aus der Schlesierstraße hatte mit der Entdeckung einer vertrockneten Pflanze vom Vorjahr begonnen. „Was ist da passiert?”, wollten sie wissen. Bei weiterem Graben in der Erde wurden auch Samen gefunden. Wächst da noch was? Und wenn ja, was? Viele Fragen reihten sich aneinander und es stand fest: Wir wollen darauf gemeinsam Antworten finden. 18 Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren starteten damit, die Samen aus den Resten der Obst- und Gemüsepause zu extrahieren.

Besuche in zwei Museen

Um herauszufinden, ob die selbst gewonnenen Samen besonders behandelt werden müssen, machten die Kinder Versuchsreihen, führten Wachstumsprotokolle und maßen im Verlauf immer wieder die Pflanzenhöhe. Sie holten sich auch Expertenwissen von außen: Besuche im Deutschen Museum und im Museum Mensch und Natur vertieften die Lernprozesse der Kinder.

„Während dieser Reise wurde uns bewusst, dass gerade das Zuhören, Nachfragen und gemeinsame Staunen zentrale Elemente unserer Bildungsbegleitung waren”, berichtet Erzieher Andreas Bacher stolz: „Durch gezielte Impulse – zum Beispiel beim Planen von Experimenten, beim Besuch externer Lernorte oder bei der Reflexion im Morgenkreis – konnten wir Lernprozesse vertiefen, ohne sie vorzugeben. Das Projekt hat unser Verständnis von MINT-Bildung gestärkt und weiterentwickelt.“

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