Die Umweltbedingungen wandeln sich dramatisch: Das verursacht sichtbare, aber auch schleichende Veränderungen in unseren Waldökosystemen. Die Forstwirtschaft muss hierauf reagieren – auch wenn sie sich selbst durch Technisierung in einem Wandel befindet, wie Professor Axel Göttlein in seinem Vortrag bei TUM@Freising am Donnerstag, 16. Juli, um 19 Uhr im Lindenkeller (Veitsmüllerweg 2) zeigt. Der Eintritt ist frei.
Der Klimawandel bringt deutliche Veränderungen der Temperatur und des Niederschlags mit sich. Die physikalische Umwelt wandelt sich schneller, als sich Waldökosysteme hieran anpassen könnten. Die heutigen Wirtschaftsbaumarten geraten dadurch unter Druck, was sich zum Beispiel im Frankenwald durch große Schadflächen zeigt. Außerdem hat der Klimawandel auch Folgen, die nahezu unsichtbar ablaufen, zum Beispiel der Humusschwund im Gebirge. Dieser wird auf längere Sicht deutlich negative Auswirkungen auf den Wasserrückhalt der Bergwälder haben.
Axel Göttlein studierte Chemie in Würzburg, promovierte zu einem waldbodenkundlichen Thema in München und habilitierte sich für das Fach Bodenkunde an der Universität Bayreuth. Seit 1998 leitet er das Fachgebiet Waldernährung und Wasserhaushalt in Weihenstephan, zunächst an der LMU, seit 2000 an der TUM. Göttlein war zudem langjähriger Leiter der Sektion Waldernährung im Deutschen Verband der Forstlichen Forschungsanstalten. Nach dem Vortrag sind alle Interessierten eingeladen, ihre Fragen an den Referenten zu stellen. Es moderiert Professor Peter Annighöfer.
Die Vortragsreihe „TUM@Freising – Wissenschaft erklärt für ALLE“ wird von der Technischen Universität München (TUM) gemeinsam mit der Stadt Freising organisiert. In regelmäßigen Abständen stellt die TUM School of Life Sciences ihre Forschung in Form eines für Laien gedachten Vortrags vor. Eine anschließende Diskussion mit dem Publikum ist erwünscht.