Auf Brautschau: Glühwürmchen sorgen für magisches Schauspiel in der Sommernacht

Ein Glühwürmchen (Kleiner Leuchtkäfer) sitzt hier auf einem Grashalm und wartet auf Besuch. (Foto: Ralph Sturm)
Ein Glühwürmchen (Kleiner Leuchtkäfer) sitzt hier auf einem Grashalm und wartet auf Besuch. (Foto: Ralph Sturm)
Ein Glühwürmchen (Kleiner Leuchtkäfer) sitzt hier auf einem Grashalm und wartet auf Besuch. (Foto: Ralph Sturm)
Ein Glühwürmchen (Kleiner Leuchtkäfer) sitzt hier auf einem Grashalm und wartet auf Besuch. (Foto: Ralph Sturm)
Ein Glühwürmchen (Kleiner Leuchtkäfer) sitzt hier auf einem Grashalm und wartet auf Besuch. (Foto: Ralph Sturm)

Laue Sommernächte locken nicht nur die Menschen nach draußen, auch Glühwürmchen sind jetzt in Bayern unterwegs. Meist nur fünf bis zehn Tage: Von Mitte Juni bis Anfang Juli fliegen sie mit Einbruch der Dämmerung los und gehen auf Brautschau. Entlang von Waldrändern, im Gebüsch oder auch im Park – zudem meist in Wassernähe – sind sie dann zu hunderten unterwegs und funkeln durch die Nacht – ein bezauberndes Naturschauspiel.

Tiere werden seltener

„Leider werden von Jahr zu Jahr weniger Glühwürmchen beobachtet”, informiert Franziska Back vom bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz): „Die hohe Lichtverschmutzung und fehlende Gehölzstrukturen in Wassernähe machen auch diesem faszinierenden Insekt das Überleben immer schwerer.” Doch der LBV gibt Tipps, wie man den Leuchtkäfern helfen kann, siehe Infokasten.

In Bayern leuchten beide

Bei den in Bayern fliegenden Exemplaren handelt es sich zumeist um den Kleinen Leuchtkäfer, bei dem sowohl Männchen als auch Weibchen leuchten. Dabei sitzt das flügellose Weibchen auf Ästen im Gebüsch oder auch auf hohen Grashalmen und lockt mit seinem leuchtenden Hinterleib vorbeifliegende Männchen an. „Das Licht wird in so genannten Leuchtzellen erzeugt. Hier wandelt der Käfer chemische Energie in elektrische Energie um – und das sehr effizient”, erklärt Franziska Back. Warm wird den Tieren dabei nicht, denn das auf diese Weise erzeugte Licht bleibt kalt. Sein Zweck: einzig und allein die Fortpflanzung. Nach Paarung und Eiablage sind die Lebensenergien der Käfer allerdings rasch erschöpft, denn in ihrem Lebensabschnitt über dem Erdboden nehmen sie keine Nahrung mehr zu sich.

Leben meist unterirdisch

Den größten Teil ihres Lebens verbringen die Käfer zuvor unterirdisch als Larve. Drei Jahre währt das Larvenstadium, in dem die Käferlarve Unmengen an kleinen Schnecken verputzt. Das freut auch Gärtnerinnen und Gärtner.

Hilfe ist einfach

Um Glühwürmchen zu helfen, sollte man im Garten nach Möglichkeit

  • kleinere heimische Laubbäume und Sträucher anpflanzen,
  • Laub- und Reisighaufen liegen lassen oder
  • einen Teich oder ein Hochstaudenbeet anlegen.

„Gartenbesitzende sollten außerdem auf nächtliche Beleuchtung verzichten. So finden sich Männchen und Weibchen leichter und die nächste Generation Glühwürmchen ist gesichert”, erklärt Franziska Beck vom LBV.

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