Auch in der dritten Woche nach dem umstrittenen Ochsen-und-Kamel-Rennen der Taufkirchner Feuerwehr reißt die Flut kritischer Meinungsäußerungen dazu auf Instagram nicht ab. Zahlreiche User kommentierten die Clips, die die Wehr dort veröffentlicht. Die Feuerwehr löschte solche Beiträge fast drei Wochen lang. Auf die Anfrage der Wochenanzeiger, warum und nach welchen Kriterien sie dies tat, antwortete die Feuerwehr nicht.
Wir dokumentieren daher einige der von der Feuerwehr gelöschten Kommentare:
Am 22. Juni zog die Feuerwehr die Reißleine und schaltete die Kommentarfunktion unter ihren Beiträgen zu dem Tierrennen ab. Bis zuletzt hatten User eine Stellungnahme der Wehr erwartet: „Ein Statement wäre doch nun wirklich notwendig: Wie steht ihr zu der Tierquälerei? Bei den Aufnahmen kann es doch wirklich jeder erkennen”, schrieb einer.
„Einfach mal Verantwortung übernehmen! Entschuldigen, bessern und draus lernen”, riet eine andere und ein nach eigenen Angaben ehemaliger Feuerwehrler meinte: „Schämt euch für diese Tierquälerei! Ihr habt anscheinend den Grundsatz der Feuerwehr für Entertainment vergessen!”
Gegenüber dem Wochenanzeiger kritisierte indes ein Taufkirchner unsere Berichterstattung über den Einsatz der Tierschützer als „Heimatverrat” und „Miesmachung des Feuerwehrfestes”. Ein anderer wiederum nannte die Tierquälerei „pervers” und schlug vor, „die Feuerwehrmannschaft mit Geschirr auf die Strecke zu schicken”.