Wer hätte im Oktober 1996 gedacht, dass aus der ehrenamtlichen Initiative „Alt und Jung in generationen-übergreifende, sich unterstützende Wohnpartnerschaften zu vermitteln“ ein 30-jähriges Erfolgsmodell für die Stadt und seit 2013 auch im Landkreis werden wird?
Wohnen für Hilfe bietet Studierenden und Auszubildenden mit Zeit zum Helfen die Möglichkeit, preiswert zu wohnen. Und ältere Menschen mit freiem Wohnraum erhalten dafür Unterstützung im Alltag. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation, die über die praktischen Vorteile für beide Seiten hinaus auch die große Chance bietet, dass Jüngere und Ältere in den generationenübergreifenden Wohngemeinschaften voneinander lernen und ihren Horizont erweitern können.
Die jungen Menschen zahlen keine Miete, dafür unterstützen sie im Haushalt, leisten Gesellschaft, gehen einkaufen, erledigen Gartenarbeit, räumen Schnee, helfen bei Handy- oder PC-Fragen.
Ein Quadratmeter Wohnfläche entspricht einer Stunde Hilfe im Monat. Die Betriebskosten für Heizung, Strom und Wasser werden in Form einer monatlich zu zahlenden Pauschale abgegolten.
Wie das Wohnmodell genau funktioniert, kann man bei der Jubiläumsveranstaltung im Seniorentreff Neuhausen, Leonrodstraße 14b, am Donnerstag, 22. Oktober, von 16 bis 18 Uhr erfahren. Mehrere Wohnpaare erzählen von ihrem Zusammenleben. Bei einem anschließenden Empfang mit Imbiss gibt es auch genügend Zeit für einen Austausch. Anmeldung unter Tel. 089-1392841920 oder wfh@beinander.org.