Stadtwerke zünden hinter dem „Zwischen-Gasteig” den Bau-Turbo

So soll's mal werden: Die inzwischen übliche optische Einfallslosigkeit macht auch vor dem Flaucher-Quartiers nicht Halt. „Geschlossene Blockrandstruktur in in serieller, modularer Bauweise” heißt das und senkt die Kosten. (Foto: SWM)
So soll's mal werden: Die inzwischen übliche optische Einfallslosigkeit macht auch vor dem Flaucher-Quartiers nicht Halt. „Geschlossene Blockrandstruktur in in serieller, modularer Bauweise” heißt das und senkt die Kosten. (Foto: SWM)
So soll's mal werden: Die inzwischen übliche optische Einfallslosigkeit macht auch vor dem Flaucher-Quartiers nicht Halt. „Geschlossene Blockrandstruktur in in serieller, modularer Bauweise” heißt das und senkt die Kosten. (Foto: SWM)
So soll's mal werden: Die inzwischen übliche optische Einfallslosigkeit macht auch vor dem Flaucher-Quartiers nicht Halt. „Geschlossene Blockrandstruktur in in serieller, modularer Bauweise” heißt das und senkt die Kosten. (Foto: SWM)
So soll's mal werden: Die inzwischen übliche optische Einfallslosigkeit macht auch vor dem Flaucher-Quartiers nicht Halt. „Geschlossene Blockrandstruktur in in serieller, modularer Bauweise” heißt das und senkt die Kosten. (Foto: SWM)

Bei einem Besuch von Bundesbauministerin Verena Hubertz bei Oberbürgermeister Dominik Krause stellte das städt. Referat für Stadtplanung und Bauordnung gemeinsam mit den Stadtwerken (SWM) vor Ort das geplante „FlaucherQuartier“ als Praxisbeispiel für den Bau-Turbo vor. Das Quartier befindet sich zwischen der Hans-Preißinger-Straße und der Schäftlarnstraße beim Gasteig HP8.

Bislang 37 Projekte beschleunigt

Der Bau-Turbo ist eine seit Oktober 2025 geltende Sonderregelung im Baugesetzbuch, die es Kommunen ermöglicht, unter bestimmten Voraussetzungen von Vorgaben des Bauplanungsrechts bei der Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplans abzuweichen. Konkret zielt die Anwendung des Bau-Turbos darauf ab, auf Bebauungsplanverfahren zu verzichten, wenn ein Wohnbauprojekt im Einklang mit den städtebaulichen Zielen der Stadt steht. Im ersten Halbjahr stimmte die Landeshauptstadt der Anwendung des Bau-Turbos für 37 Projekte und rund 2.100 Wohnungen zu, sodass die Baugenehmigungen zeitnah erteilt werden können.

Bauen soll schneller werden

„Dank des Bau-Turbos ist es uns hier im FlaucherQuartier gelungen, das Baurecht für über 200 Wohnungen mit Krippe und Kindergarten rund zwei Jahre schneller zu schaffen, als es mit einem regulären Bebauungsplanverfahren möglich gewesen wäre”, erklärte Stadtbaurätin Elisabeth Merk.
„Der Bau-Turbo ist ein wirksames Instrument, um aufwändige Verfahren abzukürzen und so Wohnungsbau-Projekte schneller realisieren zu können. Wir machen davon in München bereits rege Gebrauch”, sagte Oberbürgermeister Dominik Krause. „Die Etablierung des Bau-Turbo ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem noch mehr folgen müssen. Bauen muss in Deutschland einfacher, schneller und kostengünstiger werden. Gleichzeitig ist es wichtig, Aspekte des nachhaltigen Bauens zu berücksichtigen und die langfristige Qualität unserer Bauvorhaben im Blick zu behalten. Nur so gelingt es, die Bautätigkeit signifikant zu erhöhen und damit der riesigen Nachfrage nach bezahlbarem und zukunftsfähigem Wohnraum gerecht zu werden.“

Wohnungsbau am „Zwischen-Gasteig”

Das Wohnungsbauprojekt der SWM („FlaucherQuartier”) soll künftig neben ca. 210 Wohnungen überwiegend für Mitarbeitende der Stadtwerke auch eine Kindertageseinrichtung zur Versorgung des Gebietes beherbergen. Das Areal befindet sich südlich der Isarphilharmonie (HP8). Trotz der längerfristigen Zwischennutzung durch das Gasteig soll in dem mittel- bis kurzfristig freiwerdenden Bereich im Süden der erste Wohnungsbau entstehen.

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