Der bayerische Immobilienmarkt zeigt sich 2026 trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vergleichsweise stabil. Nach einem positiven Jahresauftakt und einem zwischenzeitlichen Rückgang zogen die Immobilienumsätze im dritten Quartal wieder an. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres Immobilien im Wert von rund 42,7 Milliarden Euro umgesetzt. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 6 Prozent.
„Eine nachhaltige Belebung dürfte allerdings maßgeblich davon abhängen, wie sich Inflation, Energiepreise, Finanzierungskosten und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten entwickeln”, erläutert dazu Professor Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts: „Insbesondere eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte die Kaufbereitschaft erneut belasten.“
Das erste Quartal 2026 knüpfte an die positive Entwicklung des Vorjahres an. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden Immobilien im Wert von 14,5 Milliarden Euro gehandelt – dies entsprach einem Plus von rund 3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das zweite Quartal 2026 stand dann hingegen deutlich unter dem Einfluss der wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Iran-Kriegs: Gegenüber dem Vorquartal gingen die Immobilienumsätze im zweiten Quartal 2026 um rund 5 Prozent zurück.
Im dritten Quartal setzte eine Gegenbewegung ein: Die Immobilienumsätze stiegen gegenüber dem Vorquartal erneut um rund 5 Prozent auf insgesamt 14,4 Milliarden Euro. Damit summierte sich das Transaktionsvolumen in den ersten drei Quartalen 2026 auf rund 42,7 Milliarden Euro.