»Sensing Sites« folgt den kolonialen Spuren in der Stadt

Freigekaufte Sklavinnen in der Au, aus Brasilien verschleppte und hier bald gestorbene Kinder in München: Deutsche Kolonialgeschichte hat auch in unserer Stadt Spuren hinterlassen. Manche davon sind bis heute sichtbar und erzählen von Menschen und ihren Schicksalen. Die Veranstaltungsreihe »Sensing Sites – Dekoloniale Gedächtnissuche« öffnet Räume und Orte für die Frage, wie wir damit umgehen.

Hildegard Titus hält in der IG Feuerwache den Vortrag „Decolonizing Monuments in Namibia” und führt den Stadtspaziergang „Decolonial City Walk”. (Foto: Hildegard Titus)

„Sensing Sites - Dekoloniale Gedächtnissuche” will emotionale Zugänge zur Geschichte ermöglichen

Die bis 29. November laufende Veranstaltungsreihe „Sensing Sites - Dekoloniale Gedächtnissuche” versteht sich als Beitrag zu einer würdigenden Erinnerungskultur, die schmerzhafte Ereignisse anerkennt und emotionale Zugänge zur Geschichte durch Storytelling und Kunst ermöglicht. „Wir möchten die widerständige Arbeit, Forschung und das resiliente Kunstschaffen von Menschen aus diasporischen und dekolonisierenden Communities feiern“, so das Kuratorinnen-Team Sarah Bergh und Modupe Laja. Das Programm umfasst ein breites Spektrum von Theaterperformances, Filmvorführungen und Stadtrundgängen bis hin zu Fachvorträgen und Panel-Diskussionen an verschiedenen Orten im Stadtraum.
05.11.2026 17:04 Uhr
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