Die Erzdiözese München und Freising erinnert an das Lebenswerk und Martyrium des katholischen Schriftstellers, Journalisten und Widerstandskämpfers gegen das NS-Regime Friedrich Ritter von Lama mit einer Gedenktafel. Die Tafel ist an dessen Wohnhaus in Gauting (Ledererstraße 15) angebracht und wurde vom Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, Christoph Klingan, gesegnet. Klingan würdigte Friedrich von Lama als „beeindruckenden Glaubenszeugen“, dem aus der Liebe Gottes heraus der Mut zugewachsen sei, „im Sinne Jesu zu handeln“. Der Blutzeuge der Erzdiözese stehe für „wachsames Hinsehen auf die gesellschaftlichen Entwicklungen, anstatt wegzuschauen; die inneren Überzeugungen auch gegen Widerstände äußern, anstatt zu schweigen“, so der Generalvikar. Diese Tugenden seien auch heute wieder von größter Wichtigkeit und machten das Handeln Lamas sehr aktuell, betonte Klingan, „gerade mit Blick auf Entwicklungen, durch die wir heute unsere Demokratie gefährdet sehen“. Friedrich von Lama wurde 1944 in Stadelheim von den Nationalsozialisten ermordet.