Mobile Videotürme: Erfolgsmodell feiert Geburtstag

Die mobilen Videotürme der Polizei – hier im Alten Botanischen Garten – schrecken mögliche Straftäter ab, erhöhen das Sicherheitsgefühl und liefern Beweismittel.  (Foto: mha)
Die mobilen Videotürme der Polizei – hier im Alten Botanischen Garten – schrecken mögliche Straftäter ab, erhöhen das Sicherheitsgefühl und liefern Beweismittel. (Foto: mha)
Die mobilen Videotürme der Polizei – hier im Alten Botanischen Garten – schrecken mögliche Straftäter ab, erhöhen das Sicherheitsgefühl und liefern Beweismittel. (Foto: mha)
Die mobilen Videotürme der Polizei – hier im Alten Botanischen Garten – schrecken mögliche Straftäter ab, erhöhen das Sicherheitsgefühl und liefern Beweismittel. (Foto: mha)
Die mobilen Videotürme der Polizei – hier im Alten Botanischen Garten – schrecken mögliche Straftäter ab, erhöhen das Sicherheitsgefühl und liefern Beweismittel. (Foto: mha)

Seit Mitte Mai 2025 verfügt das Polizeipräsidium München über hochmoderne mobile „uniformierte” Videotürme. Als Teil eines Gesamtkonzepts werden diese an kriminalitätsbelasteten Orten in der Innenstadt eingesetzt. Die Videotürme haben ihre Standorte aktuell im Alten Botanischen Garten, in der Schillerstraße, der Adolf-Kolping-Straße und am Karlsplatz. Sie ergänzen die bereits bestehenden polizeilichen Videoüberwachungsanlagen an Hauptbahnhof, Karlsplatz, Sendlinger-Tor-Platz sowie im Alten Botanischen Garten.

Abschreckung und Beweismittel

Durch ein zwischen der Taskforce-Bahnhofsviertel und dem Polizeipräsidium abgestimmtes Maßnahmenbündel konnte die Sicherheitslage insbesondere im Alten Botanischen Garten bereits spürbar verbessert werden. Und dazu tragen gerade auch die polizeilichen Videotürme bei.
Aus positiven Rückmeldungen der Bevölkerung ist bekannt, dass die mobilen Türme durch ihre Wahrnehmbarkeit die subjektive Sicherheit erhöhen. Zudem schrecken sie potentielle Straftäter ab. Kommt es dennoch zu Straftaten, liefern sie wichtige Hinweise und Beweismittel und erleichtern die Ermittlung von Tatverdächtigen wesentlich. Mehrere Fälle, belegen dies eindrucksvoll:

Täter stellt sich durch Fahndungsdruck

Am 1. Mai 2026 kam es gegen 3 Uhr in der Ludwigsvorstadt zu einem versuchten Tötungsdelikt. Im Rahmen der Ermittlungen konnten durch die im südlichen Bahnhofsviertel aufgestellten Videotürme der Polizei und weitere Überwachungskameras Fotos eines bis dahin unbekannten Täters gesichert werden. Mit diesen Bildern konnte eine effektive Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet werden. Daraufhin gingen mehrere Hinweise auf die Identität des Tatverdächtigen beim Polizeipräsidium ein. Zeitgleich stellte sich der 38-jährige Tatverdächtige in Folge des öffentlichen Fahndungsdrucks bei einer Polizeidienststelle.

Anhand von Aufnahmen festgenommen

Am 13. November war es gegen 20.45 Uhr, ebenfalls in der Ludwigsvorstadt, zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen. Anhand der gesicherten Aufzeichnungen eines mobilen Videoturms konnten Lichtbilder des unbekannten, flüchtigen Täters an Polizeikräfte gesteuert werden. Diese erkannten damit im Rahmen der Fahndung der Hauptbahnhofsgegend einen 20-jährigen marokkanischen Tatverdächtigen wieder und nahmen ihn fest.

Im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Mai 2026 konnten allein an den Videotürmen in der Schillerstraße und der Adolf-Kolping-Straße in 26 Fällen Videoaufzeichnungen für weitere Ermittlungen zur Aufklärung von Straftaten erlangt werden. Um punktuellen, negativen Entwicklungen schnell und konsequent begegnen zu können, ist der polizeiliche Videoschutz ein elementarer Bestandteil und unverzichtbarer Pfeiler zur Bekämpfung von Straftaten und Sicherheitsstörungen an besonders kriminalitätsbelasteten Orten, so die Polizei München. Gerade an solchen Orten setzt das Polizeipräsidium die hochmodernen Videotürme unter strenger Beachtung der gesetzlichen Vorgaben ein.

Gute Ergänzung

„›Gemeinsam für mehr Sicherheit‹ ist der Leitgedanke unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München in der Taskforce Bahnhofsviertel und sie ist ein Erfolgsmodell. Bürgernähe, polizeiliche Präsenz, ergänzt durch uniformierte Videotürme, sorgen für mehr Sicherheit und stärken das Sicherheitsgefühl der Menschen”, sagt Polizeipräsident Hampel.

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