Veröffentlicht am 24.07.2026 08:47

Polizei kündigt Einsatz der Videoüberwachung im Nußbaumpark an

Die Zäune rund um die Grünanlage sollen verschwinden. (Foto: job)
Die Zäune rund um die Grünanlage sollen verschwinden. (Foto: job)
Die Zäune rund um die Grünanlage sollen verschwinden. (Foto: job)
Die Zäune rund um die Grünanlage sollen verschwinden. (Foto: job)
Die Zäune rund um die Grünanlage sollen verschwinden. (Foto: job)

Das städt. Baureferat hat die Potenziale des Nußbaumparks untersucht und eine Befragung der Nutzer durchgeführt. Dem Stadtrat schlägt es nun eine grundlegende Umgestaltung des Parks vor, um ihn zugänglicher zu machen und besser an die Umgebung anzubinden. Die alten zugewachsenen Zäune entlang der Lindwurmstraße sollen entfernt und die Bäume und Sträucher zurückgeschnitten werden, um den Park zu öffnen. Auch von der Nußbaum- und Ziemssenstraße sind neue Zugangsmöglichkeiten in Planung.

Neue Sportangebote

Um die Gegend zu beleben und ein vielfältiges Publikum anzusprechen, sollen ähnlich wie am Karl-Stützel-Platz Sportangebote entstehen. Geplant sind ein Streetballbereich östlich der Matthäuskirche sowie ein inklusiver und differenzierter Fitnessbereich für Jugendliche, Erwachsene und Senioren südöstlich des bereits vorhandenen Kinderspielplatzes.

Ständiger Austausch

Das Allparteiliche Konfliktmanagement (AKIM) hat mit dem Netzwerk Nußbaumpark eine Kooperationsstruktur aufgebaut, in der Sozialarbeit, Drogenhilfe, Verwaltung, Sicherheitsbehörden, Kirche und weitere Beteiligte regelmäßig zusammenarbeiten. Zu den bisher umgesetzten Maßnahmen zählen zwei Bürgerdialoge, die Impulse für die Arbeit im Park gegeben haben. Außerdem stehen Mitarbeitende mit dem Lastenfahrrad „Tea &Time” bei gutem Wetter wöchentlich im Park für Gespräche zur Verfügung. Das Angebot wird sowohl von Suchtkranken als auch der Nachbarschaft angenommen. Die Taskforce befindet sich im ständigen Austausch mit der an den Nußbaumpark angrenzenden Matthäuskirche. Der Kommunale Außendienst (KAD) ist zu vereinbarten Zeiten im Umfeld unterwegs. Eine neue sozialorientierte Diakonstelle, die die evangelische Kirche schafft, soll von der Stadt mitfinanziert werden.

Mehr Licht

Darüber hinaus hat die Taskforce im Nußbaumpark bereits eine neue und bessere Beleuchtung, eine Reinigung mehrmals täglich, einen Spritzenabwurfbehälter, den regelmäßiger Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls sowie einen Foodtruck zur Belebung auf den Weg gebracht.

Verstärkte Kontrollen

Kommunaler Außendienst (KAD) und Polizei zeigen im Nußbaumpark und seiner Umgebung bereits jetzt regelmäßig eine hohe Präsenz. Die Polizei wird ihren Fokus künftig noch stärker auf den Bereich Nußbaumpark, Sendlinger-Tor-Platz und die umliegenden Straßen legen. Insbesondere in den letzten Monaten waren zunehmend Ordnungsstörungen und eine steigende Zahl von Straftaten zu verzeichnen.
Ein Teil des Anstiegs der Straftaten ist auch auf verstärkte polizeiliche Kontrollen zurückzuführen, da es sich bei den festgestellten Delikten auch um sogenannte Kontrolldelikte, wie beispielsweise Verstöße mit Betäubungsmitteln, handelt. Gerade Straftaten und Ordnungsstörungen haben aber negative Auswirkungen auf das Sicherheitsempfinden von Anwohnenden, Geschäftstreibenden und Passanten.

Polizei erhöht Präsenz

Die Polizei wird ihre Präsenz weiter erhöhen, Schwerpunktkontrollen auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei durchführen und die Videotürme einsetzen, die sich bereits im Alten Botanischen Garten, am Stachus und in der Schillerstraße bzw. der Adolf-Kolping-Straße bewährt haben.

Es sind nicht die Bäume

Der Nußbaumpark hat seinen Namen nicht, weil in ihm Nussbäume wachsen, sondern um den Chirurgen Johann Nepomuk von Nußbaum (1829-1890) zu ehren. Da seine Bezeichnung auf einem Eigennamen beruht, schreibt man den Nußbaumpark nach wie vor mit ß. Bis in die 1920er Jahre sprachen die Münchnerinnen und Münchner bei dem Park indes von den „Krankenhaus-Anlagen”.

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