Die Informationskampagne „Sicher unterwegs” informiert über Sicherheitseinrichtungen an Bahnhöfen, in Bussen und Bahnen sowie über wichtige Verhaltenshinweise in Gefahrensituationen oder wenn sich Fahrgäste im ÖPNV unsicher fühlen. Sie wurde im März gemeinsam von MVG, Deutscher Bahn (DB), Bundespolizeiinspektion München und Polizeipräsidium München gestartet. Seitdem ist die Kampagne auf den Bildschirmen in S- und U-Bahn, in MVG-Bussen und Trambahnen sowie in den sozialen Netzwerken zu sehen.
München ist die sicherste Großstadt Deutschlands. Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, nicht einmal halb so groß ist, wie in Berlin, Frankfurt oder Hamburg. Doch trotz der objektiv hohen Sicherheit können Menschen den öffentlichen Raum als unsicher empfinden – auch in Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen oder auf den Wegen von und zu Haltestellen. Dieses Gefühl kann bereits durch Alltagssituationen entstehen, beispielsweise durch laute Pöbeleien oder alkoholisierte Personen.
Auf Initiative des Polizeipräsidiums München zusammen mit der MVG in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und der Deutschen Bahn wurden Lösungen und Verhaltenshinweise erarbeitet, um das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu stärken. Außerdem zeigen die Akteure verstärkt Präsenz in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Bahnhöfen, zum Beispiel durch die zuletzt gestarteten „Quattrostreifen” am Münchner Hauptbahnhof. Positive Rückmeldungen und Fälle, bei denen Bürger immer wieder auf vorbildliche Art und Weise Zivilcourage zeigen, seien laut Polizei „Nachweis dafür, dass die Kampagne bereits die gewünschte Wirkung erzielt”.
Mit der Folierung eines Busses der MVG und dessen Vorstellung durch MVG-Chef Ingo Wortmann und Polizeipräsident Thomas Hampel gehen die Partner nun den nächsten Schritt, um noch mehr Aufmerksamkeit für die Kampagne vor allem im öffentlichen Raum zu erzielen. Denn Zivilcourage kann jeder leisten. Wichtig dabei ist, dass niemand verpflichtet ist, sich in Gefahr zu begeben. Häufig sind niedrigschwellige Handlungen völlig ausreichend - etwa den Notruf zu verständigen, Personal anzusprechen, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen und Erste Hilfe zu leisten.
Zur Kampagne stehen auch im Internet zielgerichtete Hinweise zur Verfügung, zum Beispiel unter www.s-bahn-muenchen.de/sicherunterwegs.