Veröffentlicht am 05.08.2026 11:48

Für eine sichere Wiesn

Das Oktoberfest ist in diesem Jahr von 19. September bis 4. Oktober. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ setzt mit ihrer Arbeit ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und stärkt die Rechte von Betroffenen auf dem Oktoberfest. (Foto: std)
Das Oktoberfest ist in diesem Jahr von 19. September bis 4. Oktober. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ setzt mit ihrer Arbeit ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und stärkt die Rechte von Betroffenen auf dem Oktoberfest. (Foto: std)
Das Oktoberfest ist in diesem Jahr von 19. September bis 4. Oktober. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ setzt mit ihrer Arbeit ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und stärkt die Rechte von Betroffenen auf dem Oktoberfest. (Foto: std)
Das Oktoberfest ist in diesem Jahr von 19. September bis 4. Oktober. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ setzt mit ihrer Arbeit ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und stärkt die Rechte von Betroffenen auf dem Oktoberfest. (Foto: std)
Das Oktoberfest ist in diesem Jahr von 19. September bis 4. Oktober. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ setzt mit ihrer Arbeit ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und stärkt die Rechte von Betroffenen auf dem Oktoberfest. (Foto: std)

Das Oktoberfest ist für viele der Höhepunkt des Münchner Jahres. Menschen aus dem In- und Ausland kommen auf die Wiesn, Münchnerinnen und Münchner nehmen sich Urlaub, um gemeinsam auf dem größten Volksfest der Welt zu feiern.
Was in der fröhlichen und ausgelassenen Atmosphäre jedoch häufig in den Hintergrund gerät: Jedes Jahr erleben zahlreiche Besucherinnen auf dem Oktoberfest sexuelle Belästigung, sexuelle Nötigung oder sogar Vergewaltigung.

Deutliches Zeichen

Seit 2003 setzt die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ mit ihrer Arbeit ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und stärkt die Rechte von Betroffenen auf dem Oktoberfest.
Bereits im Vorfeld des Oktoberfestes informiert die Aktion mit einer umfangreichen Aufklärungs- und Informationskampagne – unter anderem über Flyer, Plakate, Social Media sowie Workshops an Schulen. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl von Mädchen und Frauen auf der Wiesn nachhaltig zu stärken, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und Tätern die Solidarität zu entziehen.
Prävention ist wirksam. Dennoch kommt es weiterhin jedes Jahr zu Übergriffen gegen Wiesnbesucherinnen. Hilfe, Beratung und Unterstützung finden alle Mädchen und Frauen am Safe Space der Aktion. Hier steht ein speziell geschultes Team aus Fachberaterinnen und ehrenamtlichen Helferinnen bereit, um Oktoberfestbesucherinnen zur Seite zu stehen.

Das Team hilft

„Wir helfen Mädchen* und Frauen* in jeder Notlage“, erklärt Lisa Löffler von der Beratungsstelle Frauennotruf München und Leiterin des Safe Spaces. Egal, ob eine Wiesnbesucherin ihre Clique verloren hat, Wertgegenstände wie Handy und Geldbeutel verloren oder geklaut sind, sie sich verunsichert oder bedroht fühlt oder einen sexualisierten Übergriff oder eine andere Gewalttat erlebt hat – das Team am Safe Space hilft. „Wir unterstützen bei einem sicheren Heimweg, recherchieren die Hoteladresse, die Abfahrtszeit des letzten Zuges oder organisieren im Notfall ein Quartier für die Nacht“, so Löffler.
Im Falle von akuter sexualisierter oder körperlicher Gewalt stabilisieren die Mitarbeiterinnen die betroffene Person, beraten sie, begleiten auf Wunsch zur Polizei oder in die Klinik und kümmern sich nach Möglichkeit um eine Weiterversorgung für den nächsten Tag. „Wir versuchen in jedem Fall individuell die beste Lösung zu finden“, sagt Löffler.
Das Angebot ist kostenlos. Es richtet sich an alle Wiesnbesucherinnen unabhängig von Alter, Herkunft, Hautfarbe, Nationalität, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, gesundheitlicher und psychischer Situation oder Behinderung.
Die Unterstützung endet nicht mit dem Oktoberfest. Über die Netzwerke der beteiligten Einrichtungen erhalten Betroffene auch im Anschluss psychosoziale Begleitung sowie weiterführende Beratungsangebote.

Die Öffnungszeiten

Zu finden ist der Safe Space im Servicezentrum auf der Theresienwiese hinter dem Schottenhamelzelt (Eingang „Erste Hilfe“). Öffnungszeiten: an allen Wiesntagen von 18 bis 1 Uhr; freitags, samstags und sonntags sowie am 2. und 3. Oktober bereits ab 15.30 Uhr.

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