Gedenken an Opfer von 1980

Eine Ausstellung erinnert an die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980.  (Foto: hw)
Eine Ausstellung erinnert an die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980. (Foto: hw)
Eine Ausstellung erinnert an die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980. (Foto: hw)
Eine Ausstellung erinnert an die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980. (Foto: hw)
Eine Ausstellung erinnert an die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980. (Foto: hw)

Es ist sein erster Wiesneinzug als Oberbürgermeister. Dominik Krause will dabei am Samstag ein sichtbares Zeichen gegen rechte Gewalt setzten: Die Kutsche des Oberbürgermeisters stoppt am Erinnerungsort für die Opfer des Oktoberfest-Attentats vom 26. September 1980 für einen Moment des Gedenkens. „Wenn wir nach dem Anzapfen eine ›friedliche Wiesn‹ wünschen, werde ich an die zwölf Todesopfer und mehr als 200 Verletzten denken, deren Oktoberfestbesuch am 26. September 1980 mit brutaler, rechtsterroristischer Gewalt endete“, sagt der Oberbürgermeister.

Kränze sind niedergelegt

Der Erinnerungsort am Haupteingang der Theresienwiese liegt direkt auf der Route des Einzugs der Brauereien und Festwirte, der von circa 10.30 Uhr bis 12 Uhr stattfindet. Zum Gedenken an den schwersten rechtsterroristischen Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik tritt der Oberbürgermeister gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen Mona Fuchs und Verena Dietl – stellvertretend für die gesamte Stadtpolitik und Festleitung – an das Denkmal. Dort sind zu diesem Anlass zum Festbeginn Kränze niedergelegt.

13 Tote und 200 Verletzte als Folge

Infolge des Oktoberfest-Attentats verloren 13 Menschen ihr Leben, unter ihnen auch der Attentäter. Mehr als 200 Wiesngäste wurden teils schwer verletzt. Jahrzehntelang kämpften die Überlebenden gemeinsam mit Unterstützern um Aufklärung und Anerkennung und engagieren sich bis heute gegen das Vergessen. Auch die Geste des Innehaltens beim Wiesn-Einzug war ihnen ein großes Anliegen.

Seit 2020 informiert der städtische Erinnerungsort „Dokumentation Oktoberfest-Attentat“ am Haupteingang über den Bombenanschlag und dessen Auswirkungen. Im Zentrum stehen die Perspektiven der Betroffenen des Anschlags. Die Ausstellung des Kulturreferats München ist auch während der Wiesn zugänglich.

Jahrestag am 26. September

Am Samstag, 26. September, begeht die Stadt gemeinsam mit der DGB-Jugend München und Überlebenden und Angehörigen den Jahrestag am Haupteingang zur Theresienwiese. Das Gedenken beginnt heuer schon um 8 Uhr, eine Stunde bevor das Festgelände öffnet. Weiterführende Informationen finden sich unter der Adresse www.dokumentation-oktoberfestattentat.de.

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