Ein Jahr nach Attentat auf verdi-Demo: Ministerin gedenkt Opfern

Der Tatort an der Ecke Seidlstraße/Karlstraße am Morgen nach dem Anschlag vom 13. Februar 2025. (Archivbild: bas)
Der Tatort an der Ecke Seidlstraße/Karlstraße am Morgen nach dem Anschlag vom 13. Februar 2025. (Archivbild: bas)
Der Tatort an der Ecke Seidlstraße/Karlstraße am Morgen nach dem Anschlag vom 13. Februar 2025. (Archivbild: bas)
Der Tatort an der Ecke Seidlstraße/Karlstraße am Morgen nach dem Anschlag vom 13. Februar 2025. (Archivbild: bas)
Der Tatort an der Ecke Seidlstraße/Karlstraße am Morgen nach dem Anschlag vom 13. Februar 2025. (Archivbild: bas)

Am Freitag, 13. Februar, jährt sich das Attentat auf die verdi-Demonstration in München zum ersten Mal. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf gedenkt der Betroffenen: „An den furchtbaren Anschlag vor einem Jahr mitten in München erinnere ich mich mit Schrecken. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen. Es ist immer noch unbegreiflich, dass die Menschen völlig wehrlos auf einer friedlichen Demonstration angegriffen wurden. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Kraft, um mit den schrecklichen Geschehnissen dieses Tages leben zu können.”

„Anschlag auf wichtige Grundrechte”

Die Tat vom 13. Februar 2025 sei nicht nur ein Anschlag auf Menschen, sondern auch ein Anschlag auf wichtige Grundrechte gewesen, ergänzte Scharf: „Eine kritische-konstruktive Auseinandersetzung zwischen den Tarifparteien und Versammlungsfreiheit haben bei uns Verfassungsrang. Es war ein feiger Anschlag auf unser freies Leben und unser Miteinander.”

Scharf dankt außerdem allen Beteiligten, die nach der Tat im Einsatz waren: „Mein Dank gilt nicht nur am Jahrestag all den haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten und der Polizei, die damals alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um den Verletzten zu helfen und Seelen zu trösten. Es hat mich zutiefst berührt, wie München und Bayern in diesen Stunden zusammengestanden ist.”

Zwei Tote, über 40 Verletzte

Am Vormittag des 13. Februar 2025 fuhr ein 24 Jahre alter Afghane mit seinem Auto auf der Seidlstraße absichtlich in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft verdi mit rund 1.400 Teilnehmenden, nachdem er die Absicherung der Polizei umfahren hatte. Bei dem Attentat wurden über 40 Personen teils schwer verletzt. Eine 37-jährige Frau und ihr zwei Jahre altes Kind starben zwei Tage später an ihren Verletzungen. Der Fahrer konnte unmittelbar nach der Tat von Polizeikräften überwältigt und festgenommen werden. Der Strafprozess läuft, die Anklage gegen den Tatverdächtigen lautet zweifacher Mord und versuchter Mord in 44 Fällen.

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