Veröffentlicht am 12.08.2026 12:28

Forschungsprojekt „#Female Heritage” erhält besondere Auszeichnung

Die Monacensia befindet sich im Hildebrandhaus in der Maria-Theresia-Straße und gilt als das „literarische Gedächtnis” der Stadt.  (Foto: bas)
Die Monacensia befindet sich im Hildebrandhaus in der Maria-Theresia-Straße und gilt als das „literarische Gedächtnis” der Stadt. (Foto: bas)
Die Monacensia befindet sich im Hildebrandhaus in der Maria-Theresia-Straße und gilt als das „literarische Gedächtnis” der Stadt. (Foto: bas)
Die Monacensia befindet sich im Hildebrandhaus in der Maria-Theresia-Straße und gilt als das „literarische Gedächtnis” der Stadt. (Foto: bas)
Die Monacensia befindet sich im Hildebrandhaus in der Maria-Theresia-Straße und gilt als das „literarische Gedächtnis” der Stadt. (Foto: bas)

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „#Female Heritage” der Monacensia im Hildebrandhaus wurde international gewürdigt. Die Landeshauptstadt München hatte sich mit dem Projekt um den 7. „International Award UCLG – Mexico City – Culture 21” beworben und wurde als einzige europäische Stadt mit einer „Special Mention” bedacht. Der gemeinsam mit Mexiko-Stadt ausgelobte „Culture 21 Award” zählt zu den wichtigsten internationalen Auszeichnungen für kommunale Kulturpolitik. Gewürdigt werden innovative, kulturpolitische Strategien, die kulturelle Rechte, demokratische Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltige Stadtentwicklung stärken. Vergeben wird der Preis alle zwei Jahre von „United Cities and Local Governments” (UCLG), dem weltweit größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und regionalen Regierungen

Die Hauptpreise gingen heuer an Ramallah (Palästina) für das Programm „Living Heritage for a Resilient Future” sowie an Sao Paulo (Brasilien) für das Förderprogramm „VAI – Valorization of Cultural Initiatives”. Daneben wurden fünf „Special Mentions” ausgesprochen, unter anderem für „#FemaleHeritage”.

Historischen Ungleichheiten entgegenwirken

Die Jury würdigt „#FemaleHeritage” als Projekt, das historische Ungleichheiten in kollektiver Erinnerung, kulturellen Narrativen und gesellschaftlichen Vorstellungswelten sichtbar macht und ihnen entgegenwirkt. Besonders hervorgehoben wird das Engagement der Archivare, Kuratoren, Vermittler und Bibliothekare der Monacensia, die das Thema durch digitale Vernetzung, kuratorische Arbeit und außergewöhnliche Kooperationen weit über München hinaustragen.

„Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für die Monacensia als literarisches Gedächtnis unserer Stadt München. Vor allem aber für das Engagement, mit Projekten wie #FemaleHeritage Lücken im weiblichen und queeren Schreiben sichtbar zu machen,” sagt Kulturbürgermeisterin Mona Fuchs, die auch Schirmpatin des Projekts ist: „Die Monacensia beweist, dass München mit seinen städtischen Kulturinstitutionen international bedeutend ist – mit impulsgebenden Projekten, die weltweit Anerkennung finden und gleichzeitig tief in die Stadtgesellschaft hineinwirken. Ich gratuliere von ganzem Herzen zu dieser Auszeichnung.“

Monacensia hat den Rahmen geschaffen

Auf die Rolle der Monacensia geht Kulturreferent Marek Wiechers ein: „Die konsequente Neuausrichtung des Hauses – von der Sammlung über Forschung, Vermittlung und Digitalisierung bis hin zum Aufbau neuer Kooperationen – hat den Rahmen geschaffen, Erinnerungskultur aus einer feministischen und intersektionalen Perspektive neu zu denken. #FemaleHeritage ist nicht nur ein Projekt, sondern zugleich Ausdruck einer langfristigen strategischen Entwicklung der Monacensia.“

Schreibende Frauen

Das Kulturerbeprojekt #FemaleHeritage macht das literarische Erbe von Frauen und FLINTAs sichtbar. Es beleuchtet weibliches und queeres Schreiben (von der Münchner Boheme bis zur Gegenwart) und bringt vergessene Autorinnen zurück in die öffentliche Wahrnehmung. Auch migrantische, jüdische und exilantische Stimmen stehen im Fokus. Seit 2020 greifen dabei digitale Initiativen, kuratorische Forschung und Community-Arbeit ineinander – und füllen Lücken im kulturellen Gedächtnis der Stadt. Weitere Informationen zur Monacensia und zum Projekt finden sich unter der Adresse mon-mag.de/femaleheritage/.
Die Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, ist das Literaturarchiv der Stadt, ein Literatur- und Kultur-Museum und eine Forschungsbibliothek in einem und gilt als „literarisches Gedächtnis” Münchens. Sie ist eine Einrichtung der Münchner Stadtbibliothek. Unter www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia-im-hildebrandhaus gibt es weitere Infos dazu.

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