Mehr Sicherheit für Radfahrer: Stadt will Gebsattelberg umbauen

Den Gebsattelberg hoch geht es künftig auf einem durch einen Betonstreifen von der Fahrbahn getrennten, 2,30 Meter breiten Fahrradweg. (Foto: bas)
Den Gebsattelberg hoch geht es künftig auf einem durch einen Betonstreifen von der Fahrbahn getrennten, 2,30 Meter breiten Fahrradweg. (Foto: bas)
Den Gebsattelberg hoch geht es künftig auf einem durch einen Betonstreifen von der Fahrbahn getrennten, 2,30 Meter breiten Fahrradweg. (Foto: bas)
Den Gebsattelberg hoch geht es künftig auf einem durch einen Betonstreifen von der Fahrbahn getrennten, 2,30 Meter breiten Fahrradweg. (Foto: bas)
Den Gebsattelberg hoch geht es künftig auf einem durch einen Betonstreifen von der Fahrbahn getrennten, 2,30 Meter breiten Fahrradweg. (Foto: bas)

Radfahren am Gebsattelberg soll künftig deutlich sicherer werden: Der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrats hat den Umbau beschlossen.

Laut einer Verkehrszählung seien pro Tag rund 2.600 Radler am Gebsattelberg unterwegs, darunter viele Kinder und Jugendliche auf ihrem Schulweg, informiert die Stadt München. Zwischen dem Herrgottseck und der Kreuzung Franziskanerstraße/Regerstraße führt in der Gebsattelstraße bergauf ein „Radschutzstreifen”, also ein schmaler, auf der Fahrbahn markierter Radweg. Die Autos parken zwischen dem Streifen und dem Gehsteig.

Doch dies wird sich in Zukunft ändern: Fahrradweg und Parkplätze sollen für mehr Sicherheit getauscht werden. Direkt neben dem Gehsteig wird es künftig einen durch einen Betonstreifen getrennten, 2,30 Meter breiten Fahrradweg geben. Zwischen ihm und der Fahrbahn werden 28 Parkplätze für Autos markiert. Ein 80 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen dient dazu, Unfälle mit aussteigenden Personen zu verhindern.

Bergab in Richtung Mariahilfplatz fahren die Radfahrer auch künftig im Mischverkehr mit. Durch das Gefälle und Tempo 30 würden sich die Geschwindigkeiten angleichen, gibt die Stadt dazu an. Bis auf sechs Parkplätze werden die Parkbuchten jedoch aufgelöst. Das schaffe mehr Platz für den Radweg auf der gegenüberliegenden Seite - und soll vor allem Dooring-Unfälle, bei denen Radfahrer mit geöffneten Türen kollidieren, verhindern.

Umbau soll Mitte 2027 beginnen

Der Stadtrat hatte das Projekt bereits 2024 im Grundsatz beschlossen. Ursprünglich war am Gebsattelberg jedoch ein umfassenderer Umbau der Radwege geplant. Nun sollen die in der Regel drei Meter breiten Gehsteige vorerst bleiben, wie sie sind. „Uns ist wichtig, beim Thema Radverkehr insbesondere auf schnelle und kostengünstige Lösungen zu setzen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen”, meint Bürgermeisterin Fuchs. Gebaut werden soll ab Mitte 2027. Dadurch kann die Baustelle mit Fernwärmearbeiten der Stadtwerke abgestimmt werden.

CSU moniert: zu teuer, Parkplätze weg

Kritik am nun beschlossenen Umbau hat die CSU-Fraktion im Stadtrat geäußert - vor allem wegen der Kosten, die für 350 Meter neuen Radweg rund 780.000 Euro betragen würden. „Ganz München ist eine Baustelle und die Stadtkasse ist leer. So leer, dass der Haushalt für das Jahr 2027 derzeit nicht genehmigungsfähig wäre”, sagt Veronika Mirlach, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Fraktionssprecherin. Der Gebsattelberg sei kein Unfallschwerpunkt, ergänzt Mirlach: „Fußgänger haben viel Platz, Radfahrer bereits jetzt bergauf einen Schutzstreifen, bergab gibt es kaum Überholvorgänge. Das ist nicht der Goldstandard, aber es funktioniert.”

Die CSU-Fraktion moniert außerdem, dass durch den Umbau Parkplätze in der Gebsattelstraße wegfallen: Beschicker und Lieferanten der Auer Dult könnten dann nicht mehr vor Ort parken und auch die Anwohner müssten sich auf eine längere Parkplatzsuche einstellen.

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