Nach zwei Schlauchbootunfällen weist die Polizei darauf hin, dass die Beschilderung und die Sicherheitsvorgaben beim Befahren der Isar unbedingt zu beachten sind. Insbesondere im Bereich von Wehranlagen besteht Lebensgefahr.
Am Samstag, 25. Juli, gegen 16.55 Uhr gerieten sieben Personen mit mehreren Schlauchbooten am Isarwehr Großhesselohe in eine Notlage. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten sie die Isar flussabwärts befahren. Im Bereich des Isarwehrs setzten sie ihre Fahrt verbotswidrig auf der Isar fort, ohne auf den Isar-Werkkanal zu wechseln.
In dem ersten Schlauchboot befanden sich eine 29-Jährige sowie ein 33-Jähriger. Den beiden gelang es nicht rechtzeitig, den Bereich der Isar vor dem Wehr zu verlassen. Das Schlauchboot wurde durch die Strömung in Richtung des Wehrs erfasst und kenterte. Die beiden Personen stürzten in die Wasserwalze. Sie wurden anschließend durch die anderen Bootsinsassen aus dem Wasser gerettet.
Im zweiten Schlauchboot befanden sich eine 28-Jährige, eine 29-Jährige, ein 34-Jähriger und zwei 33-Jährige. Alle sieben Personen konnten das Wasser selbstständig oder mit Hilfe der anderen Bootsinsassen verlassen und blieben augenscheinlich unverletzt. Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst und Polizei. Die weiteren Ermittlungen zu möglichen Verstößen nach dem Bayerischen Wassergesetz führt die Polizeiinspektion 32 (Grünwald).
In einem zweiten Fall gerieten am Samstag, 25. Juli, gegen 22 Uhr drei Männer, ein 22-Jähriger, ein 40-Jähriger sowie ein 26-Jähriger, mit einem Schlauchboot am Isarwerk Großhesselohe in eine Notlage. Auch hierbei wurden zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst und Polizei zum Einsatzort entsandt.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die drei Männer mit einem Schlauchboot die Isar flussabwärts befahren. Im Bereich des Isarwerks Großhesselohe setzten ebenfalls sie ihre Fahrt verbotswidrig auf der Isar fort, ohne der Beschilderung Folge zu leisten und auf den Isar-Werkkanal zu wechseln. Das Schlauchboot wurde durch die Strömung in Richtung des Wehrs erfasst. Den Insassen war es nicht mehr möglich, sich mit dem Boot aus dem Bereich des Wehrs zu entfernen, sodass sie in die Wasserwalze gerieten.
Zwei Männern gelang es noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte, sich ans Ufer zu retten. Sie blieben unverletzt. Der 22-Jährige hing mit dem Schlauchboot in der Wasserwalze fest - er musste mit Hilfe der eintreffenden Feuerwehr mittels Rettungsringes gesichert werden. Im weiteren Verlauf konnte der 22-Jährige unverletzt an Land gezogen werden. Das Schlauchboot wurde durch die Feuerwehr geborgen.
Für das Befahren der Isar im Landkreis München gelten besondere Sicherheitsvorschriften. Die Regelungen dienen der Sicherheit sowie der Vermeidung von Unfällen und Rettungseinsätzen.