Ein ungewolltes Tröpfeln beim Lachen, ein Druckgefühl nach langem Stehen, der ständige Weg zur Toilette: Beschwerden rund um den Beckenboden gehören zu den häufigsten und zugleich am seltensten ausgesprochenen Gesundheitsproblemen.
Schätzungen der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zufolge sind in Deutschland rund zehn Millionen Menschen von Inkontinenz betroffen – Frauen wie Männer, junge wie alte. Anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche vom 15. bis 21. Juni lädt das zertifizierte Beckenbodenzentrum Starnberg-Penzberg deshalb am Mittwoch, 17. Juni, zu einem Patiententag ein. Beginn ist um 16 Uhr (Ende 18.30 Uhr) im Casino des Klinikums Starnberg (Oßwaldstr. 1).
„Es ist eines der Themen, bei denen Menschen oft sehr lange schweigen – selbst gegenüber der eigenen Ärztin oder dem eigenen Arzt. Dabei lassen sich Beckenbodenschwäche und Inkontinenz heute in vielen Fällen deutlich verbessern, häufig schon mit konservativen Maßnahmen – etwa physiotherapeutisch angeleitetem Beckenbodentraining, Verhaltensanpassungen oder, je nach Befund, einer medikamentösen Behandlung”, sagt Prof. Dr. med. Christoph Anthuber, Leiter des Beckenbodenzentrums.
Der Patiententag will genau hier ansetzen: informieren, einordnen, Hemmschwellen abbauen. In kompakten Vorträgen geben Ärztinnen und Ärzte aus Gynäkologie, Urologie und Proktologie sowie eine Urotherapeutin einen Überblick über die wichtigsten Krankheitsbilder – von der Beckenbodensenkung bei Frauen über die verschiedenen Formen der Blasenschwäche bei Frauen und Männern bis hin zur Stuhlinkontinenz. Vorgestellt werden auch neue Behandlungsmöglichkeiten, die im Beckenbodenzentrum Starnberg-Penzberg inzwischen fest zum Angebot gehören.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.