Sichtbar, verknüpft, frei: Frauenkunstvereinigung Gedok wird 100 Jahre alt

„Wrong Bag” heißt dieses Kunstwerk von Doris Bardong. Es ist im Rahmen der Ausstellungen zum Jubiläum von Gedok zu sehen.  (Foto: Frank Schuppelius)
„Wrong Bag” heißt dieses Kunstwerk von Doris Bardong. Es ist im Rahmen der Ausstellungen zum Jubiläum von Gedok zu sehen. (Foto: Frank Schuppelius)
„Wrong Bag” heißt dieses Kunstwerk von Doris Bardong. Es ist im Rahmen der Ausstellungen zum Jubiläum von Gedok zu sehen. (Foto: Frank Schuppelius)
„Wrong Bag” heißt dieses Kunstwerk von Doris Bardong. Es ist im Rahmen der Ausstellungen zum Jubiläum von Gedok zu sehen. (Foto: Frank Schuppelius)
„Wrong Bag” heißt dieses Kunstwerk von Doris Bardong. Es ist im Rahmen der Ausstellungen zum Jubiläum von Gedok zu sehen. (Foto: Frank Schuppelius)

An drei Münchner Ausstellungsorten wird das 100-jährige Jubiläum der Künstlerinnen-Vereinigung Gedok gefeiert. Diese besteht deutschlandweit aus 23 Regionalgruppen und ist die größte ihrer Art in ganz Europa. Stets hat sie sich für die Sichtbarkeit, Vernetzung und Solidarität von Künstlerinnen eingesetzt. 30 Frauen aus München und ganz Deutschland präsentieren zum Jubiläum unter dem Titel „Sichtbar. Verknüpft. Frei.” von Freitag, 17. April, bis Sonntag, 28. Juni, im DG Kunstraum (Finkenstraße 4), in dem die Rathausgalerie zu Gast ist, in der galerieGEDOKmuc (Schleißheimer Straße 61) und dem MaximiliansForum (Unterführung Maximilianstraße/ Altstadtring) wie kraftvoll, vielstimmig und relevant weibliche Kunst heute ist. Zu sehen sind Werke aus verschiedenen Bereichen – von Malerei, Skulptur und Multimedia bis hin zu Schmuck und Textilarbeiten.

  • Der Ausstellungsteil im DG Kunstraum ist von Freitag, 17. April, bis Donnerstag, 11. Juni, zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr.
  • Im MaximiliansForum beginnt die Ausstellung am Donnerstag, 30. April, und endet am 11. Juni. Sie ist rund um die Uhr einsehbar.
  • Von Freitag, 24. April, bis Sonntag, 28. Juni, jeweils dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr, kann man in die galerieGEDOKmuc kommen und den dortigen Ausstellungsteil sehen.

Was hat sich in 100 Jahren verändert?

Frauen sind heute besser in Institutionen vertreten, dennoch verdienen sie nach wie vor deutlich weniger als Männer und sind in Museen und Sammlungen, in Galerien, aber beispielswiese auch in Magazinen, Schulbüchern und Verlagen unterrepräsentiert. Was hat sich in 100 Jahren tatsächlich verändert und wie frei und unabhängig arbeiten Künstlerinnen heute? Diese Fragestellungen verbinden die gezeigten Werke. Gedok bedeutet „Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen”. Unter diesem Namen wurde das Netzwerk 1926 von der Frauenrechtlerin Ida Dehmel gegründet.

Zusatzprogramm: von Musik bis Workshop

In allen drei Ausstellungsräumen wird ein Zusatzprogramm angeboten. Beispielsweise findet am Dienstag, 21. April, im DG Kunstraum die Musikperformance „Ungehörte Stimmen” von Anna Heller statt. Für Mittwoch, 6. Mai, 17 bis 19 Uhr, wird in die gleiche Location zur „Kunstbowle”, einem Get-Together mit Austausch und Einblicken eingeladen.
Einen Offenen Workshop gibt es am Mittwoch, 29. April, zur Ausstellungseröffnung im MaximiliansForum: Ab 19 Uhr verwandelt sich die Unterführung in einen Atelier- und Handlungsraum. Am Montag, 4. Mai, gibt es dort „Megalophonia”, eine Performance von Elianna Renner zum Thema ›100 Jahre Frauenrechtsbewegung und die Rolle von Künstlerinnen‹ zu sehen.
Die galerieGEDOKmuc lädt für Sonntag, 17. Mai, 16 Uhr, zu „Inspiring Women”, einem Gespräch der Kuratorin mit Künstlerinnen über weibliche Vorbilder ein.

Der Eintritt ist frei

Der Eintritt zu den Ausstellungen und zugehörigen Veranstaltungen ist frei. Bei einigen gesonderten Angeboten sind die Kosten ausgewiesen.
Für Kinder von sechs bis zwölf Jahren ist ab Donnersag, 16. April, an allen Ausstellungsorten sowie in der Stadtinformation am Marienplatz ein Mitmachbogen erhältlich.
Das gesamte Ausstellungs-Programm findet sich unter der Adresse www.gedok-muc.de. Auch unter www.rathausgalerie-muenchen.de und www.maximiliansforum.de gibt es weitere Informationen.

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