Gegensätzliche Wege

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)

Zwei Künstler aus Andechs begegnen sich in einer außergewöhnlichen Gemeinschaftsausstellung in Dießen: die Kalligrafin Kathrin Balling und der Metallkünstler Hans Aumann. Zu sehen sind die Werke unter dem Titel „Von Linien und Flügeln” von Sonntag, 14. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, im Kulturforum „Blaues Haus” (Prinz-Ludwig-Str. 23).

Kathrin Balling löst die Grenze zwischen Schrift und bildender Kunst auf. Basis ihrer Arbeiten sind literarische oder philosophische Impulse, die sie mit technischer Präzision auf Leinwand, Papier oder Holz übersetzt. Ihre Schriften sind dabei kein Selbstzweck, sondern gestalterisches Element, um Gedanken mal klar, mal subtil verschlüsselt sichtbar zu machen. Die vielschichtigen Werke laden zur Entschleunigung ein und fordern ein bewusstes Verweilen, um Worte im Duktus und Details in der Struktur zu entdecken.

Hans Aumann findet seine Kunst im Alltäglichen. Der ehemalige Geschäftsleiter des Amtsgerichts Starnberg verwandelt Metallschrott und alte Werkzeuge in poetische Skulpturen voller Charakter und Humor. Mit intuitiver Fantasie lässt er aus Sägeblättern und Schraubenschlüsseln rostige Vögel und lebendige Figuren entstehen. Jedes Fundstück behält dabei seine Geschichte und findet doch zu einer neuen, skurrilen Identität. Seine Objekte sind eine Einladung, Material neu zu „denken“ und das Potenzial des Unscheinbaren zu feiern. Zwei gegensätzliche Wege – vereint durch die Freude am künstlerischen Ausdruck.

Öffnungszeiten

Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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