Bezirksmuseum zeigt Ausstellung über unsere Sinne

Pomander, Anfang 17. Jh., in geöffnetem Zustand (Silber, graviert und vergoldet). Ein Pomander ist ein meist kugelförmiger Behälter für Duftstoffe, der früher zum Schutz vor Krankheiten und schlechten Gerüchen getragen wurde. (Foto: Dachauer Galerien und Museen)
Pomander, Anfang 17. Jh., in geöffnetem Zustand (Silber, graviert und vergoldet). Ein Pomander ist ein meist kugelförmiger Behälter für Duftstoffe, der früher zum Schutz vor Krankheiten und schlechten Gerüchen getragen wurde. (Foto: Dachauer Galerien und Museen)
Pomander, Anfang 17. Jh., in geöffnetem Zustand (Silber, graviert und vergoldet). Ein Pomander ist ein meist kugelförmiger Behälter für Duftstoffe, der früher zum Schutz vor Krankheiten und schlechten Gerüchen getragen wurde. (Foto: Dachauer Galerien und Museen)
Pomander, Anfang 17. Jh., in geöffnetem Zustand (Silber, graviert und vergoldet). Ein Pomander ist ein meist kugelförmiger Behälter für Duftstoffe, der früher zum Schutz vor Krankheiten und schlechten Gerüchen getragen wurde. (Foto: Dachauer Galerien und Museen)
Pomander, Anfang 17. Jh., in geöffnetem Zustand (Silber, graviert und vergoldet). Ein Pomander ist ein meist kugelförmiger Behälter für Duftstoffe, der früher zum Schutz vor Krankheiten und schlechten Gerüchen getragen wurde. (Foto: Dachauer Galerien und Museen)

Unsere Sinne sind das Tor zur Welt. Wie selbstverständlich wir sie nutzen und welche Bedeutung sie für uns haben, wird uns oft erst dann bewusst, wenn sie eingeschränkt sind, zeitweilig oder vollständig ausfallen. Das Bezirksmuseum (Augsburger Str. 3) beschäftigt sich in seiner Jahresausstellung mit den fünf klassischen Sinnen des Menschen, dem Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.

Gleich zu Beginn der Ausstellung „Sinne - Zur Kulturgeschichte unserer Wahrnehmung” erwartet die Besucher eine begehbare Camera obscura, die auf eindrucksvolle Weise die Funktion unserer Augenlinse nachbildet. Sie und weitere stark vergrößerte Modelle unserer Sinnesorgane geben Einblick in ihre Funktionsweise und veranschaulichen zugleich deren Komplexität.

Glauben und Aberglauben

Eine Reihe von Amuletten aus der außergewöhnlich vollständigen Sammlung des Bezirksmuseum steht für die Zeit, als man Zuflucht im Glauben und Aberglauben suchte, wenn die eigenen Sinnesorgane beeinträchtigt waren. Doch werden seit Jahrhunderten immer neue und bessere Hilfsmittel entwickelt, die sich an die Funktionsweise unserer Sinne angenähert haben. Eine Vielzahl von heute nicht mehr gebräuchlichen, zum Teil äußerst seltenen Objekten verdeutlicht, wie sich die Wissenschaft weiterentwickelt hat.

Bedeutung verändert sich

Auch das Verständnis wie auch die Bedeutung der Sinne haben sich im Lauf der Zeit verändert. So veranschaulichen wertvolle historische Duftgefäße des 17. bis 20. Jahrhunderts eindrucksvoll den langen Weg des Wohlgeruchs vom kostspieligen Privileg zum erschwinglichen Duft für alle. Die Ausstellung schließt mit aktuellen Fragestellungen aus der Forschung und zeigt, welch ungeheure Leistung unsere Sinnesorgane (und unser Gehirn) vollbringen, denn selbst neueste Forschungsergebnisse in Form von Robotern können ein gesundes funktionierendes Organ (noch) nicht ersetzen.

Bis Februar zu sehen

Die bis 28. Februar 2027 im Bezirksmuseum zu sehende Ausstellung findet im Rahmen der Ausstellungsreihe „Mit allen Sinnen” statt, die die Arbeitsgemeinschaft „Landpartie – Museen rund um München” zu ihrem diesjährigen 30-jährigen Bestehen zeigt.
Öffnungszeiten:

  • Di-Fr 11-17 Uhr
  • Sa, So, Feiertag 13-17 Uhr.

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