Unter dem Titel „Der Tagalbtraum” präsentiert die Künstlerin Mio Okido ihre Werke im Kunstraum München (Holzstr. 10 Rgb.). Zu sehen ist die Ausstellung bis Sonntag, 26. Juli.
Die seit 2015 in Berlin lebende Konzeptkünstlerin Mio Okido (*1986 Niigata, Japan) zeigt in ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Süddeutschland die Arbeitsergebnisse eines dreimonatigen Aufenthalts vor Ort, den ihr das Programm Artist-in-Residence-Munich seit Frühjahr 2026 ermöglichte. Bei ihrer Archiv- und Stadtforschung untersucht sie die deutsche und Münchner NS-Geschichte aus der Perspektive einer Künstlerin aus Japan – einem ehemaligen Verbündeten des NS-Regimes. Ihr Fokus liegt auf Beobachtungen der Präsentation des NS-Regimes gegenüber seinen Bürgern auf „alltäglichem Niveau” und darauf, wie diese im städtischen Raum und in den Medien inszeniert werden. Auf Grundlage dieser Recherche bespielt die Künstlerin den Kunstraum München inszenatorisch und multimedial mit einer mehrteiligen Flaggeninstallation, fünf Siebdrucken, einer Textarbeit auf Messing, 14 Zeichnungen, einem historischen Mappenwerk, einem Flugobjekt und einem Videofilm.
Eine Führung mit Mio Okido gibt es am Freitag, 19. Juni, um 17 Uhr. Am Sonntag, 21. Juni, folgt eine Flaggeninstallation im öffentlichen Raum. Beginn ist um 16 Uhr an der Ecke Karl-Scharnagl-Ring/Maximilianstraße.
Am Mittwoch, 1. Juli, wird das Buch „The 3rd Two – From Postwar-Feminism to Post-Feminism in East-Asia” vorgestellt. Mit dabei sind Dr. Cornelia Oßwald-Hoffmann, Jae-Hyun Yoo, Alexander Steig (Hgg.) und Gabi Blum (Grafik). Beginn ist um 19 Uhr.
Eine Kuratorenführung folgt am Freitag, 3. Juli, um 17 Uhr.
Die Finissage und ein Künstlerinnengespräch mit Mio Okido und Prof. i.R. Dr. Steffi Richter (Berlin) ist am Sonntag, 26. Juli, um 16 Uhr.
Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs bis sonntags von 14 bis 19 Uhr. Weitere Infos gibt es unter www.kunstraum-muenchen.de.