Kallmann-Museum eröffnet zwei Ausstellungen

Friedrich G. Scheuer, der heuer seinen 90. Geburtstag feiert, lotet vielfältige Möglichkeiten des Zusammenspiels von Farbe aus.  (Foto: Courtesy Jahn und Jahn, München)
Friedrich G. Scheuer, der heuer seinen 90. Geburtstag feiert, lotet vielfältige Möglichkeiten des Zusammenspiels von Farbe aus. (Foto: Courtesy Jahn und Jahn, München)
Friedrich G. Scheuer, der heuer seinen 90. Geburtstag feiert, lotet vielfältige Möglichkeiten des Zusammenspiels von Farbe aus. (Foto: Courtesy Jahn und Jahn, München)
Friedrich G. Scheuer, der heuer seinen 90. Geburtstag feiert, lotet vielfältige Möglichkeiten des Zusammenspiels von Farbe aus. (Foto: Courtesy Jahn und Jahn, München)
Friedrich G. Scheuer, der heuer seinen 90. Geburtstag feiert, lotet vielfältige Möglichkeiten des Zusammenspiels von Farbe aus. (Foto: Courtesy Jahn und Jahn, München)

Das Kallmann-Museum (Schloßstraße 3 b) eröffnet am Sonntag, 5. Juli, gleich zwei Ausstellungen, bei denen es um die Vielfalt der Farbe geht. Der Münchner Maler Friedrich G. Scheuer feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass stellt das Museum sein Werk in einer repräsentativen Auswahl vor. Parallel dazu zeigt das Haus in der Ausstellung „Die Wirklichkeit der Farbe” fünf Positionen, die sich mit Farbe auseinandersetzen und dabei immer wieder auch das Verhältnis von Bild und Wirklichkeit befragen.

Friedrich G. Scheuer, Jahrgang 1936, studierte an der Akademie der bildenden Künste in München, wo er später von 1973 bis 2001 auch unterrichtete. Scheuer, der vor seiner Zeit als Künstler viel Zeit in der Natur verbrachte - insbesondere als Kletterer extremer Routen in den Alpen - kam vom Interesse an der Natur zur Kunst. Nach seiner Studienzeit an der Akademie entwickelte er seine individuelle Ausdrucksweise als Maler und Zeichner. Scheuer gehörte der „Neuen Gruppe” an, einer Vereinigung bildender Künstler in München.

Farbmalereien aus jüngster Zeit

Ausgehend von der Farbe nähert er sich unter anderem in großformatigen Gemälden Prozessen und Strukturen der Mikrobiologie, die er in seiner abstrakten Malerei erfahrbar macht, ohne sie im gegenständlichen Sinne abzubilden. Doch erwecken seine organischen, weichen Formen immer wieder Assoziationen an mikroskopische Aufnahmen von Gewebestrukturen, Röhrensystemen, an innere Organe oder andere Naturerscheinungen. In seinen neueren Farbmalereien aus den Jahren 2021 bis 2025, die nun in einer größeren Auswahl in Ismaning zu sehen sind, lotet Scheuer zudem vielfältige Möglichkeiten des Zusammenspiels von Farbe in verschiedenen Schichten, Rhythmen und dynamischen Konstellationen aus.

Ein Raum für jeden Künstler

In der Ausstellung „Die Wirklichkeit der Farbe” stellt das Kallmann-Museum außerdem fünf Künstlerinnen und Künstler verschiedener Generationen vor, die jeweils einen Raum des Museums bespielen. Die Positionen zeigen die Vielfalt der aktuellen künstlerischen Auseinandersetzung mit Farbe auf und bewegen sich an der Schnittstelle von Ungegenständlichkeit und Gegenständlichkeit. Sie thematisieren, wie Farbe als künstlerisches Material eingesetzt und wahrgenommen wird, und beschäftigen sich auch mit dem Verhältnis von Bild und Wirklichkeit. Zu sehen sind Werke von Felix Rehfeld, Andreas Zagler, Hubertus Hamm, Viola Bittl und Angelika J. Trojnarski.

Die Eröffnung beider Ausstellungen findet am Sonntag, 5. Juli, ab 15 Uhr statt. Ein Gespräch mit den ausstellenden Kunstschaffenden ist für Samstag, 18. Juli, um 14 Uhr geplant, eine öffentliche Führung für Sonntag, 2. August, um 14 Uhr. Beide Ausstellungen laufen bis zum 4. Oktober im Kallmann-Museum.

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