Die Situation auf den großstädtischen Mietmärkten hat sich in den vergangenen vier Jahren zugespitzt - nicht nur in den ohnehin hochpreisigen Metropolen wie München. Wie eine aktuelle immowelt-Analyse zeigt, erhöhten sich die Angebotsmieten in den 80 deutschen Großstädten seit 2022 um durchschnittlich 13,7 Prozent.
Die Mietanstiege haben sich vor dem Hintergrund der starken Teuerung seit Ausbruch des Ukraine-Krieges vor vier Jahren vollzogen. Die Inflationsrate lag im selben Zeitraum bei rund 16 Prozent. Die Baukosten (+24 Prozent) und Handwerkerkosten (+25 Prozent) sind noch stärker gestiegen. Gleichzeitig haben sich auch die Nominallöhne in Deutschland seit 2022 um etwa 16 Prozent erhöht. Für die Analyse wurden die durchschnittlichen Angebotsmieten von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, drei Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) in den deutschen Großstädten zum 1. März 2026 und 2022 miteinander verglichen.
Mit Abstand am teuersten ist es für Wohnungssuchende in München. Die durchschnittliche Angebotsmiete einer Bestandswohnung in der Isarmetropole ist binnen vier Jahren von 18,27 Euro auf 20,74 Euro pro Quadratmeter gestiegen (+13,5 Prozent). Damit zahlen Suchende in der bayerischen Landeshauptstadt derzeit 1,5-mal so viel wie in Hamburg, wo der Quadratmeter im Schnitt 13,26 Euro kostet (+15,8 Prozent). Hinter München folgen im Mietpreisranking Frankfurt am Main (16,32 Euro; +13,2 Prozent) und Stuttgart (15,02 Euro; +11,7 Prozent).
Den stärksten Anstieg aller Großstädte verzeichnet Berlin, wo die Mieten seit 2022 um 22,3 Prozent nach oben geschnellt sind. Kostete der Quadratmeter vor vier Jahren noch 11,62 Euro, liegt die aktuelle Angebotsmiete einer Bestandswohnung bei durchschnittlich 14,21 Euro.
Die geringste Verteuerung weist Wolfsburg auf: Hier legten die Angebotsmieten seit 2022 lediglich um 3,7 Prozent auf aktuell 8,03 Euro zu.