Veröffentlicht am 02.04.2026 17:08

Nachverdichtungspotenziale nutzen

Im Innenhof wurde das neue, niedrigere Haus gebaut. (Foto: Thilo Härdtlein)
Im Innenhof wurde das neue, niedrigere Haus gebaut. (Foto: Thilo Härdtlein)
Im Innenhof wurde das neue, niedrigere Haus gebaut. (Foto: Thilo Härdtlein)
Im Innenhof wurde das neue, niedrigere Haus gebaut. (Foto: Thilo Härdtlein)
Im Innenhof wurde das neue, niedrigere Haus gebaut. (Foto: Thilo Härdtlein)

Die Münchner Wohnen hat in einem Innenhof ein neues Wohngebäude fertiggestellt. Ein Teil der 14 Wohnungen ist für ein besonderes Wohnprojekt vorgesehen: eine „Sorgende Hausgemeinschaft“, bei der Nachbarschaft, gegenseitige Unterstützung und gemeinschaftliches Leben im Mittelpunkt stehen.Mit dem Neuhauser Projekt nutzt die Münchner Wohnen Nachverdichtungspotenziale auf ihren eigenen Flächen und schafft zusätzlichen Wohnraum in einem bestehenden Quartier in zentraler Lage. Vor allem stärkt die kommunale Wohnungsbaugesellschaft mit dem neuen Haus mit dunkler Holzfassade auch das soziale Miteinander: Herzstück ist das gemeinschaftliche Wohnkonzept im Erdgeschoss.

Neues Modell für sechs Senioren

'Dort befinden sich sechs barrierefreie Einzimmerwohnungen im Fördermodell EOF. Gemeinsam mit dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München und der Mitbauzentrale wird hier das Modell der „Sorgenden Hausgemeinschaft“ umgesetzt. Die Bewohnerinnen – in diesem Fall sechs Seniorinnen – leben eigenständig in ihren Wohnungen, profitieren zugleich von nachbarschaftlicher Unterstützung und gemeinschaftlichen Angeboten. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss dient als Treffpunkt und fördert den Austausch im Haus. In den beiden oberen Geschossen befinden sich acht reguläre freifinanzierte Maisonettewohnungen mit drei Zimmern. Insgesamt umfasst das Gebäude, das sich im Innenhof hinter den Gebäuden an Arnulf- und Stupfstraße befindet, rund 890 Quadratmeter Wohnfläche.

Unterstützendes Miteinander

„Mit dem neuen Wohnhaus im Neuhauser Hof verbinden wir eine nachhaltige bauliche Ergänzung mit einem starken sozialen Ansatz“, sagt Christian Müller, Operativer Geschäftsführer der Münchner Wohnen. „Die Sorgende Hausgemeinschaft ermöglicht älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung und zugleich ein unterstützendes Miteinander im Haus. Solche gemeinschaftlichen Wohnformen sind uns wichtig, deshalb schaffen wir diese Möglichkeiten immer wieder auch in unseren Neubauprojekten.“

Neuer Wohnraum ohne Versiegelung

Durch die Nachverdichtung konnte mitten in einem gewachsenen Quartier Wohnraum geschaffen werden, ohne neue Flächen zu versiegeln. Der Neubau ersetzt ein Haus, in dem die frühere Neuhauser Hausverwaltung der Münchner Wohnen untergebracht war; diese befindet sich weiterhin in unmittelbarer Nähe in der Georg-Lindau-Straße auf der gegenüberliegenden Seite der Arnulfstraße. Zugleich wurde der Innenhof neugestaltet und klimatisch optimiert: Der Baumbestand blieb weitgehend erhalten und wird durch neue Pflanzungen ergänzt; zudem tragen Maßnahmen wie eine gezielte Regenwasserführung und helle Beläge zur Reduzierung der Aufheizung im Sommer und zur Verbesserung des Mikroklimas bei.

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