Segen für die Mehrgenerationen-Wohnanlage am Wehnerhof

Von links: Der katholische Pfarrer Markus Brunner, Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Karl Scheinhardt (Geschäftsführer der Baugesellschaft München-Land), der evangelische Pfarrer Carsten Klingenberg und Architekt Kurt Mattei weihten die neuen Mehrgenerationen-Wohnanlage am Wehnerhof ein. (Foto: Gemeinde Ufg/mic)
Von links: Der katholische Pfarrer Markus Brunner, Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Karl Scheinhardt (Geschäftsführer der Baugesellschaft München-Land), der evangelische Pfarrer Carsten Klingenberg und Architekt Kurt Mattei weihten die neuen Mehrgenerationen-Wohnanlage am Wehnerhof ein. (Foto: Gemeinde Ufg/mic)
Von links: Der katholische Pfarrer Markus Brunner, Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Karl Scheinhardt (Geschäftsführer der Baugesellschaft München-Land), der evangelische Pfarrer Carsten Klingenberg und Architekt Kurt Mattei weihten die neuen Mehrgenerationen-Wohnanlage am Wehnerhof ein. (Foto: Gemeinde Ufg/mic)
Von links: Der katholische Pfarrer Markus Brunner, Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Karl Scheinhardt (Geschäftsführer der Baugesellschaft München-Land), der evangelische Pfarrer Carsten Klingenberg und Architekt Kurt Mattei weihten die neuen Mehrgenerationen-Wohnanlage am Wehnerhof ein. (Foto: Gemeinde Ufg/mic)
Von links: Der katholische Pfarrer Markus Brunner, Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Karl Scheinhardt (Geschäftsführer der Baugesellschaft München-Land), der evangelische Pfarrer Carsten Klingenberg und Architekt Kurt Mattei weihten die neuen Mehrgenerationen-Wohnanlage am Wehnerhof ein. (Foto: Gemeinde Ufg/mic)

Nach sechs Jahren Planungsarbeit und zwei Jahren Bauzeit hat die Gemeinde Unterföhring die Segnung der neuen Mehrgenerationen-Wohnanlage am ehemaligen Wehnerhof gefeiert. „Wir widmen heute historischen Grund in Unterföhring neu”, sagte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer und verwies darauf, dass das frühere Gehöft an der Münchner Straße 85 schon im Jahr 1305 schriftlich erwähnt worden war.

Die Überreste des Gehöfts nach dem Erwerb des Grundstücks zu sanieren, hatte sich als unrealistisch erwiesen. Das hatten auch die Gemeinderatsmitglieder bei einem Ortstermin im November 2018 feststellen müssen. „Wir sind um einen Abriss leider nicht herumgekommen”, meinte der Bürgermeister weiter, „und haben die Konsequenz daraus gezogen, mit einer neuen Wohnbebauung ein neues Kapitel zu schreiben.” Dort sollte „eine schwellenfreie und behindertenfreundliche Wohnanlage mit kleinen Wohneinheiten für Seniorinnen und Senioren sowie für junge Unterföhringerinnen und Unterföhringer” entstehen, wie der Gemeinderat dann im März 2019 mit kleineren Änderungen und großer Mehrheit beschloss.

Baukosten fast 15 Millionen Euro

Die dafür freigegebenen 14,5 Millionen Euro des von der Regierung von Oberbayern mit rund 5,8 Millionen Euro geförderten Bauprojekts hält die Gemeinde heute für „hervorragend angelegt”. Zum einen, weil die Neubauten die schon beim „Jungen Wohnen” in der Isarau, bei den Apartments im Wohnheim Apian II sowie künftig mit den gemeindeeigenen Wohnungen im Baugebiet „Neues Mitterfeld” verfolgte Politik fortsetzen, bezahlbaren Wohnraum im Ort zu schaffen. Zum anderen, weil die Planer trotz des anspruchsvollen Baugeländes am Hang zur Isarau die Vorgabe umsetzten, die Wohnanlage dem Hofcharakter des früheren Wehnerhofs nachzuempfinden.

Nach dem Baustart Mitte April 2024 ist eine dreiteilige Anlage mit sechs Ein- und Eineinhalb-Zimmer-Wohnungen in Haus 1, sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen in Haus 2 und je drei Drei-Zimmer- und Vier-Zimmer-Wohnungen in Haus 3 entstanden. Die neuen Mieter, die der Wohnungs- und Sozialausschuss aus einer Vielzahl an Bewerbern ausgewählt hat, können auch den von der PV-Anlage auf dem Dach generierten Mieterstrom nutzen. „Wenn ich mir die Liste der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner anschaue, dann passt sie sehr gut zu dem, was wir uns im Vorfeld unter einer Mehrgenerationen-Wohnanlage vorgestellt haben”, sagte Andreas Kemmelmeyer: „Der jüngste Mieter ist 19 Jahre alt, der älteste 79.”

Kinderarztpraxis zieht mit ein

Ab Herbst werden sich außerdem noch jüngere Menschen regelmäßig auf dem Gelände aufhalten. Denn im Lauf des vergangenen Jahres hatte ein Kinderarzt angefragt, ob die Gemeinde ihm bei der Suche nach Praxisräumen behilflich sein könne. „Wer weiß, wie sehr sich die Unterföhringer Eltern nach einem Kinderarzt hier bei uns im Ort gesehnt haben, der kann sich vorstellen, dass wir da nicht lange gezögert haben”, erklärte der Bürgermeister.

Die kurzfristige Integration der Praxis im laufenden Baubetrieb stellte für die Planer eine zusätzliche Herausforderung dar. Ihnen und der Projektbetreuung des Bauamts unter Ramona Obermeier, insbesondere durch die Sachgebietsleiterin Hochbau Deborah Rohm, sprach der scheidende Unterföhringer Bürgermeister für ihre „enorme Flexibilität” ein großes Kompliment aus. Vor der Segnung durch die Pfarrer Markus Brunner und Carsten Klingenberg zog Kemmelmeyer ein positives Fazit: „So schwierig es für uns anfangs war, uns von dem Verbliebenen des alten Wehnerhofs zu trennen, umso mehr dürfen wir uns nun darüber freuen, was hier für die Zukunft entstanden ist.”

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