Bis Ostern sind zehn Werke der Langenbacher Künstlerin Laura Oberjatzas in der Galerie Lindenkeller bei Tag und Nacht zu bewundern. Unter dem Titel „Not There Yet“ zeigt Oberjatzas ihren persönlichen Wandel und auch den ihrer Werke – weg von blumigen Landschaftsbildern und Portraits, hin zu knallbunten reduzierten Figuren, die sich alle irgendwie berühren oder umarmen.
„Schon von klein auf ist Kunst ein Teil meines Lebens. Formen, Farben und Details begleiteten mich schon früh“, sagt die Hobby-Künstlerin Oberjatzas. Für sie ist ihre Kunst die Möglichkeit abzuschalten und Erfahrungen zu verarbeiten und festzuhalten. „Ich male, um Momente, Gedanken oder Gefühle einzufangen, die mich gerade bewegen. Nicht mit einem festen Plan, sondern im Vertrauen auf den Prozess.“ Der aktuelle Ausstellungstitel „Not There Yet“ beschreibe daher weniger ein konkretes Ziel als einen inneren Zustand. Er verweise auf das Gefühl, sich in einer Phase der Entwicklung zu befinden. Noch nicht angekommen, ohne genau zu wissen, wo dieses „Dort“ eigentlich liegt. Offen für das, was sich zeigen will. Wandel und Bewegung werden als etwas Positives verstanden, auch wenn gleichzeitig der Wunsch nach Ankommen mitschwingt.
Um den Wandel und ums Suchen geht es also in den Bildern von Laura Oberjatzas. Früher dominierten Landschaften, Blumen und Portraits ihre Werke, jetzt sind auf den großformatigen Acrylgemälden vor allem Figuren zu sehen, nicht erkennbar ob Männlein oder Weiblein, alle spitznasig und sich offensichtlich sehr nahestehend. „Die Bilder sind in den vergangenen Monaten entstanden. Erstmals seit Jahren verwende ich auch die Farbe Schwarz. Bei mir hat sich 2025 so vieles geändert, das sieht man auch in meinen Bildern“, erläutert Oberjatzas. Zur Ausstellungseröffnung in der Galerie am Lindenkeller kamen viele Freunde, aber auch Kunstliebhaber. „Es sind magische Welten, denen sich Oberjatzas widmet“, sagte Laudator Richard Lorenz. „Sie beschäftigt sich mit Distanz und Nähe, Weggehen und Wiederkommen. Oberjatzas zeigt mit dieser Ausstellung ‚Not there yet‘, dass sie zu den aktuell wohl wichtigsten und talentiertesten Künstlern des Landkreises zählt“, lobte Lorenz unter dem Beifall der Besucher.
Die Ausstellung ist noch bis Ostern rund um die Uhr in der Galerie Lindenkeller zu besichtigen.