„Die Kraft der Frauen. Geschichte(n) aus dem Wäschekorb 1945-2045” – so lautet der Titel einer Ausstellung, die jetzt bis Montag, 9. Februar, im Rathaus zu sehen ist. Vor Zimmer 200 im 2. Stock werden Interessierte über Münchner Frauen-Biografien, den Wiederaufbau und die Durchsetzung der Frauenrechte informiert. Verantwortlich ist die Initiative „Omas gegen Rechts”. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Ausstellung am Dienstag eröffnet. Sie kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Diese sind: Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr.
„Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Entschlossenheit Frauen in den vergangenen 100 Jahren gesellschaftliche Verantwortung übernommen haben – gegen Ausgrenzung und massive Widerstände”, sagt Oberbürgermeister Reiter und fügt hinzu: „Gleichberechtigung, politische Mitsprache und letztlich auch Demokratie wurden ihnen nicht geschenkt, sie wurden erkämpft. Ich freue mich deshalb, dass wir nun diese Kraft der Frauen auch im Rathaus mit einer Ausstellung anschaulich machen können. An diesem zentralen Ort der Demokratie zeigt die Ausstellung eindrucksvoll: Ohne den Kampf der Frauen gäbe es unsere Demokratie in dieser Form nicht. Ich bin mir sicher, dass sie hier erneut viele Menschen erreichen und bewegen wird.“
Die Ausstellung war bereits im vergangenen Jahr im Rahmen des Kulturprogramms zu 80 Jahren Kriegsende „1945-2025 Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind“ unter anderem in den Stadtbibliotheken zu sehen. Sie nimmt unter anderem die Rolle der Frauen in der politischen Geschichte zur Zeit vom Kriegsende bis zu den Anfängen des modernen Münchens in den Blick. Sie befasst sich auch mit dem langen Weg der Umsetzung des Grundrechts auf Gleichberechtigung von Mann und Frau. Darüber hinaus werden die Lebensläufe von Münchnerinnen in der Politik und von Frauen in München nach 1945 betrachtet.