Lange Nacht der Wirtschaft und Wissenschaft gut besucht

Vor dem Flugzeughangar landete ein Airbus A400M, der als Transportflugzeug der Bundeswehr dient.  (Foto: Ralf Luethy)
Vor dem Flugzeughangar landete ein Airbus A400M, der als Transportflugzeug der Bundeswehr dient. (Foto: Ralf Luethy)
Vor dem Flugzeughangar landete ein Airbus A400M, der als Transportflugzeug der Bundeswehr dient. (Foto: Ralf Luethy)
Vor dem Flugzeughangar landete ein Airbus A400M, der als Transportflugzeug der Bundeswehr dient. (Foto: Ralf Luethy)
Vor dem Flugzeughangar landete ein Airbus A400M, der als Transportflugzeug der Bundeswehr dient. (Foto: Ralf Luethy)

Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg (gwt) veranstaltete kürzlich die erste „Lange Nacht der Wirtschaft und Wissenschaft”. Geschätzte 3.500 bis 4.000 Luft- und Raumfahrtinteressierte haben sie besucht. Eines der zahlreichen Highlights: die Landung des Transportflugzeugs der Bundeswehr. Der riesige Airbus A400M drehte einige spektakuläre Runden über dem Gelände, bevor er landete und später auf dem Rollfeld besichtigt werden konnte.

Markus Blume zu Besuch

Knapp 100 geladene Gäste waren zur Eröffnung in den Flugzeughangar gekommen. Während vor den geöffneten Rolltoren der ein oder andere Jet abhob oder landete, diskutierte Markus Blume, der Bayerische Minister für Wissenschaft und Kunst, mit Landrat Stefan Frey darüber, was diesen Wirtschaftsstandort so attraktiv macht. „Kerosin ist der Geruch der weiten Welt”, sagte Blum. Wer in dieser Branche arbeite, verfüge über ein spezielles Mindset – Blume nennt es das „Oberpfaffenhofen-Gen”. „Talent und Technologie” machten den Standort europaweit so erfolgreich, so der Minister begeistert. Und weiter: „Hier ist außerdem Bayerns einziger Standort mit Start- und Landesbahn, da können die Ideen gleich abheben.”

Enkel von Dornier war Ehrengast

In der Runde noch dabei: Stéphane Beemelmans aus dem Vorstand des DLR, der größten zivilen Forschungsabteilung der Welt und mit 2.000 Mitarbeitern am Standort ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Dazu Nicolas Freiherr von Wolff, Geschäftsführer der pro beam GmbH, einem Unternehmen für Elektronenstrahltechnologie, und Andreas Gundel, Geschäftsführer von bavAIRia e.V., der zentralen Plattform für die Luft- und Raumfahrtindustrie in Bayern. Ehrengast war Conrado Dornier, dessen Großvater, der Flugzeugpionier Claude Dornier, 1936 den Werksflughafen bauen ließ und der mit der Dornier Seastar die Familientradition fortführt, amphibische Wasserflugzeuge zu entwickeln.

Viel los auf dem Gelände

Ab 17 Uhr öffneten sich die Türen und Tore der 26 Programmpartner – und die Leute, darunter auffallend viele junge Menschen, strömten aus allen Richtungen zunächst zum Air Tech Campus. Das Team der gwt Starnberg hatte alle Hände voll zu tun, um am Infostand Flyer mit Übersichtskarte und Programmangebot zu verteilen, Shuttle-Busse zu koordinieren und jede Menge Fragen zu beantworten: Wo geht’s zur DLR-Raumfahrt-Show? Bei welcher Firma findet man die beiden Stormtrooper von Star Wars? Wann fliegen die Drohnen von Quantum Systems? Und wo forschen TUM und Hochschule München? Nach der ersten Stunde füllten sich dann vermehrt die Busse und die Besucher verteilten sich auf dem weitläufigen Areal. Eine gute Idee war es, gleich mit dem Rad zu kommen, um flexibel eine persönliche Route abzufahren. Immer wieder traf man sich aber am Flughafen selbst, mit Werksfeuerwehr, Bundeswehr-Airbus und einem sensationellen Blick von der Dachterrasse. Hier war viel geboten – und der Weg zum Essensstand mit Getränken, Bratwurstsemmeln und Eis nicht weit.

Veranstalter sehr zufrieden

Regionalmanagerin und Projektleiterin Lena Eberle war mehr als zufrieden: „Wir haben schon einiges an Werbung gemacht, aber ich bin wirklich überrascht von den Besucherzahlen. Es sind nicht nur einige aus den Nachbarlandkreisen gekommen, manche kamen zum Beispiel sogar aus Ingolstadt angereist.”

Zwischendurch wurde es immer mal wieder etwas hektisch, wenn die Wetter-App Gewitter ankündigte. Doch auf die Profis vom Flughafen ist eben Verlass: Trotz bedrohlich dunkler Wolken am Horizont gab man Entwarnung. Deren Personal hat eben detailliertere Daten zur Verfügung als eine App auf dem Smartphone. Bis kurz vor 24 Uhr waren immer noch Busse unterwegs, die gut gelaunte Grüppchen an den Haltestellen einsammelten. Aus manchen Räumlichkeiten hörte man später Clubmusik. Sogar Tobias Gotthardt, Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium, schaute zu später Stunde gegen 23 Uhr noch vorbei und tourte durch die drei Gewerbegebiete von Weßling, Gilching und Gauting.

Unterstützt wurde die „1. Lange Nacht der Wirtschaft und Wissenschaft vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie”.

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