Um auch gehörlosen Personen einen Zugang zur Münchner Feuerwehrgeschichte zu ermöglichen, organisiert die Branddirektion nun regelmäßig Führungen in Gebärdensprache durch die Feuerwehrausstellung, Unterer Anger 9.
Knapp 20 Teilnehmer – vorwiegend Kinder – haben kürzlich an der ersten rund 90-minütigen Tour teilgenommen. Ein Wissensvermittler der Feuerwehr führte die Besucher durch die Ausstellung und zwei Dolmetscherinnen für Gebärdensprache übersetzten für gehörlose Menschen.
„Der große Zuspruch – insbesondere von Familien – zeigt, wie wichtig barrierearme Angebote in unserer Feuerwehrausstellung sind. Ausstellungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Brandschutzerziehung“, sagt Sonja Danzl, Ansprechperson Inklusion und Leiterin des Team Vielfalts der Branddirektion.
Die Münchner Feuerwehrausstellung wurde im Jahr 1979 eröffnet und ist seitdem eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich für das Thema interessieren. Der Bau wurde maßgeblich von Feuerwehrleuten selbst durchgeführt. 1984 erhielt das Museum ein besonders eindrucksvolles Exponat: eine ausgebrannte U-Bahn, die an den verheerenden Brand von 1983 erinnert. Nach fünfjähriger Umzugspause eröffnete die Feuerwehrausstellung im Oktober 2024 in neuen Räumlichkeiten und erfreut sich seither großer Beliebtheit.
Die Ausstellung ist samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet und der Eintritt ist kostenlos. Führungen sind ab einer Gruppe von 15 Personen möglich. Weitere Infos gibt es unter der Adresse stadt.muenchen.de/infos/feuerwehrausstellung-muenchen.
Die kostenlosen Führungen in Gebärdensprache werden einmal im Quartal angeboten und können unter veranstaltungen.muenchen.de/lhm/veranstaltungen/ gebucht werden. Die nächste Führung findet am Samstag, 23. Mai, statt.