Kathrin Balling zeigt ihre Werke

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)
„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt”: Kathrin Balling zitiert in diesem Werk den Autor Joachim Ringelnatz. (Foto: Balling)

„Worte werden Bilder” lautet der Titel einer Ausstellung, die bis Sonntag, 31. Mai, im Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching (Rieder Str. 70) zu sehen ist. Gezeigt werden Werke der Künstlerin Kathrin Balling aus Andechs.

Die Ausstellung ist eine besondere Werkschau, die die Grenze zwischen Schrift und bildender Kunst auflöst. Seit über zwei Jahrzehnten widmet sich Kathrin Balling der Kunst des schönen Schreibens – wobei ihr Ansatz weit über die rein ästhetische Formgebung hinausgeht. Für die Künstlerin ist Kalligrafie ein Medium der inhaltlichen Auseinandersetzung. Ausgangspunkt jedes Werkes ist ein Text, der sie persönlich berührt oder einen intensiven Denkprozess auslöst. Diese literarischen oder philosophischen Impulse übersetzt Kathrin Balling mit einer Vielzahl von Schreibwerkzeugen und Techniken auf unterschiedliche Bildträger wie Leinwand, Papier oder Holz.

Handwerkliche Präzision trifft dabei auf kreative Tiefe. Ihr künstlerisches Niveau hat Kathrin Balling durch kontinuierliche Weiterbildung bei international renommierten Meisterkalligrafen stetig verfeinert. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus technischer Perfektion und individueller Ausdruckskraft. Dabei nutzt sie die Diversität verschiedener Schriften nicht als Selbstzweck, sondern als gestalterisches Element, um Gedanken mal direkt und klar, mal subtil und verschlüsselt sichtbar zu machen.

Die Werke der Künstlerin entziehen sich einem flüchtigen Blick. Die Ausstellung in Herrsching versteht sich als ein Angebot zur Entschleunigung: Die Vielschichtigkeit der Arbeiten – das Suchen der Worte im Duktus, das Entdecken von Details und das Nachwirken der Texte – erfordert ein bewusstes Verweilen der Betrachterinnen und Betrachter.

Kathrin Balling setzt seit über 20 Jahren Sprache künstlerisch-bildlich um. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine große Materialvielfalt und eine tiefe inhaltliche Durchdringung aus. Einen umfassenden Einblick in ihr Portfolio bietet die Website www.kallikaba.de.

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