Eine mehr als 32 Meter hohe, begehbare Metallskulptur auf dem Areal der Erzdiözese München und Freising am Golo-Mann-Weg lädt von Oktober an Bewohnerinnen und Bewohner sowie alle Interessierten ein, sich mit der pastoralen und sozialen Zukunft des größten Stadtteilprojekts Europas auseinanderzusetzen. Das Innere der 56 Tonnen schweren Stahlskulptur „Sichtung V“ des Künstlerduos Hildegard Rasthofer / Christian Neumaier ist im Rahmen von Führungen von diesem Oktober an für fast ein Jahr zugänglich. Rund um die temporäre Raum- und Klang-Installation planen die Erzdiözese und der Pfarrverband München West mit weiteren Partnerinnen und Partnern aus dem Viertel pastorale, künstlerische und kulturelle Angebote. Üblicherweise baut die Kirche in Neubaugebieten eine neue Kirche - weil es in der Nähe aber bereits ein Gotteshaus gibt, geht sie in Freiham neue Wege und setzt auf Kunst.
Die von der Architektin Hildegard Rasthofer und dem Metallbildhauer und Kunstschmiedemeister Christian Neumaier geschaffene Skulptur soll dazu anregen, sich mit der Zukunft des Neubaugebiets auseinanderzusetzen. Die Erzdiözese will damit in einen Dialog treten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über ihre sozialen und religiösen Bedürfnisse, ihre Beziehungen zueinander und ihr Leben im Neubauviertel. Die „Sichtung“, die bereits an verschiedenen Standorten zu sehen war, besteht aus mehreren übereinander gestapelten Stahlquadern. Die Stufen der innenliegenden Treppe klingen beim Begehen; Fensteröffnungen in den Stockwerken ermöglichen auf verschiedenen Höhen immer neue Perspektiven auf das Neubaugebiet, die benachbarten Viertel und die umliegende Landschaft.
In und an der Skulptur wird das Angebot des Pfarrverbands München West und weiterer kirchlicher-sozialer Einrichtungen in Freiham um ein neues pastorales, künstlerisches und kulturelles Programm erweitert. Im Sinne eines Kennenlernens, Zusammenwachsens und Austauschens sollen neue Formate kirchlicher Präsenz in Freiham ausprobiert und weiterentwickelt, vorhandene Netzwerke gefestigt und neue Beziehungen geknüpft werden. Geplant und gestaltet wird dieses Begleitprogramm durch den Pfarrverband München West, die Fachbereiche Kunst- sowie Stadtpastoral des Erzbischöflichen Ordinariats München und Ehrenamtliche aus dem Stadtteil.
Im Laufe des Jahres 2027 werden auf dem Areal außerdem eine Bepflanzung und ein temporärer Veranstaltungspavillon entstehen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und Raum für weitere pastorale und kulturelle Veranstaltungen zu schaffen. So soll über die Jahre eine lebendige, bedarfsgerechte pastorale Präsenz in Freiham entwickelt und verstetigt werden.