Auf Beschluss des Bayerischen Landtags wird nun auch im Freistaat ab 1. Juli ein Wasserentnahmeentgelt, der sogenannte Wassercent, erhoben. Das Entgelt muss für die Entnahme von Grundwasser gezahlt werden. Damit soll dem wichtigsten Lebensmittel ein Wert gegeben und ein möglichst schonender Umgang mit der Ressource angeregt werden. Bayern ist das 14. deutsche Bundesland, welches das Wasserentnahmeentgelt einführt.
Als Wasserversorger sind die Stadtwerke München (SWM) verpflichtet, den Wassercent an den Freistaat abzuführen. Er beträgt einheitlich 10 Cent (netto) pro entnommenem Kubikmeter Grundwasser. Die Mehrbelastungen für die Stadtwerke lassen sich nicht durch Kostensenkungen ausgleichen. Deswegen erhöht sich der Verbrauchspreis für Trinkwasser in München ab dem 1. Juli von derzeit 1,74 Euro (netto) pro Kubikmeter auf 1,84 Euro (netto) pro Kubikmeter. Brutto (+ 7 Prozent Mehrwertsteuer) sind es 1,97 Euro pro Kubikmeter.