Es war alles angerichtet für ein echtes Finale um die Meisterschaft. Beim fünften und letzten Turnier der Aquaball Championstour 2026 in Ingolstadt trafen die beiden besten Mannschaften der Saison aufeinander: die Dauersieger der Münchner Kraken und die wiedererstarkten Dachauer Bunnyhunters. Die große Frage lautete: Können die Dachauer die jahrelange Dominanz der Münchner endlich durchbrechen?
Die Ausgangslage versprach Hochspannung. Nachdem die Kraken die ersten beiden Turniere der Saison gewonnen hatten, schien der Titel bereits früh vergeben. Doch die Bunnyhunters bewiesen Moral. Anstatt die Saison abzuschreiben, kämpften sie sich eindrucksvoll zurück, gewannen die Turniere drei und vier und erzwangen damit das große Entscheidungsturnier in Ingolstadt.
Schon in der Vorrunde zeigten beide Teams ihre Klasse. Sowohl München als auch Dachau marschierten souverän durch ihre Gruppen und sicherten sich ohne größere Schwierigkeiten den ersten Platz.
Im Halbfinale machten die Münchner kurzen Prozess mit den gastgebenden Blue Sharks und zogen ungefährdet ins Endspiel ein. Spannender verlief die Partie der Bunnyhunters gegen Soest 3. Zur Halbzeit stand es noch 1:1, ehe Dachau den Schalter umlegte. Mit einer starken Defensivleistung um den überragenden Torhüter Andreas Lutzenberger und sehenswerten Offensivaktionen – darunter ein spektakulärer Treffer von Valentin Kaspar hinter dem Rücken – setzte sich das Team am Ende deutlich mit 7:1 durch.
Die Bühne war also bereitet für das Traumfinale. Und was dann folgte, war Werbung für den Aquaballsport.
Von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit spektakulären Toren, starken Paraden und zahlreichen Führungswechseln. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, sodass es zur Halbzeit leistungsgerecht 5:5 stand.
Doch nach dem Seitenwechsel zeigte sich, warum die Münchner Kraken seit Jahren das Maß aller Dinge sind. Während bei den Dachauern plötzlich vieles nicht mehr gelingen wollte, spielten die Kraken nahezu fehlerlos, trafen in den entscheidenden Momenten und zeigten einmal mehr ihre beeindruckende Konstanz. Die Bunnyhunters stemmten sich mit aller Kraft gegen die Niederlage, probierten alles und kämpften bis zum Schluss. Vorwerfen konnte sich das Team nichts. Doch an diesem Tag war München einfach zu stark, zu konstant und zu abgezockt. Am Ende stand ein verdienter 10:6-Erfolg für die Münchner.
Trotz der Enttäuschung über die verpasste Meisterschaft können die Dachauer Bunnyhunters auf eine starke Saison zurückblicken. Nach einem schwierigen Start hatten sie sich eindrucksvoll zurückgekämpft und die Entscheidung um den Titel bis zum letzten Turnier offengehalten. Im Finale trafen sie schließlich auf einen Gegner, der an diesem Tag schlicht zu stark war.
Mit dem Sieg in Ingolstadt sichern sich die Münchner Kraken erneut die Gesamtwertung der Aquaball Championstour 2026 und bestätigen einmal mehr ihren Status als Maßstab der Liga. Die Bunnyhunters haben jedoch eindrucksvoll bewiesen, dass sie die Münchner Dominanz ernsthaft herausfordern können – und dürften in der kommenden Saison erneut zu den heißesten Titelanwärtern zählen.