Veröffentlicht am 30.07.2026 13:48

Wasser sparen bei städtischen Brunnen

Die Brunnen in der Stadt sind nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen gerade auch im Sommer eine wichtige Funktion zur Abkühlung, so wie hier der Brunnen am Stachus. (Foto: job)
Die Brunnen in der Stadt sind nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen gerade auch im Sommer eine wichtige Funktion zur Abkühlung, so wie hier der Brunnen am Stachus. (Foto: job)
Die Brunnen in der Stadt sind nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen gerade auch im Sommer eine wichtige Funktion zur Abkühlung, so wie hier der Brunnen am Stachus. (Foto: job)
Die Brunnen in der Stadt sind nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen gerade auch im Sommer eine wichtige Funktion zur Abkühlung, so wie hier der Brunnen am Stachus. (Foto: job)
Die Brunnen in der Stadt sind nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen gerade auch im Sommer eine wichtige Funktion zur Abkühlung, so wie hier der Brunnen am Stachus. (Foto: job)

Der Münchner Stadtrat hat das Baureferat beauftragt, mindestens 30 Brunnen mit hohem Wasserverbrauch in den kommenden drei Jahren mit Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik-Technik (MSR) nachzurüsten. Ziel der Maßnahme ist das Einsparen von Frischwasser beim Betrieb städtischer Zierbrunnen.

900.000 Euro zur Verfügung gestellt

Für die Nachrüstung von mindestens 30 Brunnen mit MSR-Technik hat der Stadtrat dem Baureferat nun 900.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Investitionen werden sich durch die Einsparung von Wasser- und Abwasserkosten voraussichtlich innerhalb von zwei bis vier Jahren amortisieren.
Der prominente Fischbrunnen auf dem Marienplatz kann als Ad-hoc-Maßnahme bereits während der laufenden Brunnensaison mit Steuerungstechnik so nachgerüstet werden, dass ein Weiterbetrieb mit kürzerer Laufzeit und dadurch geringerem Wasserverbrauch möglich ist. Insgesamt zehn Brunnen können außerdem zum Start der kommenden Brunnensaison nachgerüstet werden, was bis zu ca. 300 Kubikmeter Wasser pro Betriebstag einspart.

„Dokumente der Stadtgeschichte”

„Unsere Brunnen sind Dokumente der Stadtgeschichte und tragen in besonderem Maße zur Schönheit Münchens bei. Leider mussten wir aufgrund der Wasserknappheit die zehn verbrauchsstärksten Brunnen vorübergehend abstellen. Das darf aber kein Dauerzustand sein. Der Einbau von moderner Steuerungstechnik ist ein guter Kompromiss, der beides ermöglicht: sprudelnde Brunnen und einen reduzierten Verbrauch von Trinkwasser. Besonders freut mich, dass der Fischbrunnen noch im August nachgerüstet werden kann, so dass wir Münchens bekanntesten Brunnen schon bald wieder in Betrieb nehmen können. Danke ans Baureferat für die schnelle Umsetzung”, so Oberbürgermeister Dominik Krause.

„Wichtig, um die Stadt abzukühlen”

„Die 200 Zierbrunnen im Unterhalt des Baureferats sind nicht nur repräsentative Zierde. Sie sind gerade an heißen Tagen wichtig, um die Stadt abzukühlen. Betretbare Brunnen, wie der Stachusbrunnen, bieten an Hitzetagen unmittelbare Abkühlung und Erfrischung und erfüllen damit eine wichtige Schutzfunktion. Die Wohlfahrtswirkung der Brunnen konkurriert jedoch mit ihrem Verbrauch von Wasser als knappe Ressource. Ein effizientes Mittel zur unmittelbaren, ökologisch und ökonomisch wirksamen Senkung des Wasserverbrauchs ist die Steuerung der täglichen Betriebszeiten durch MSR-Technik, die wir nun bei noch mehr, insbesondere älteren Brunnen ergänzen können”, betont Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer.

Zehn Brunnen wurden abgeschaltet

Das Baureferat betreibt 50 der 200 Zierbrunnen als Trinkbrunnen, was ebenfalls besonders bei Hitze dem Gesundheitsschutz dient. Um den Frischwasserverbrauch zu senken, hat das Baureferat bereits ab 1. Juli den Trinkwasserverbrauch der Brunnenanlagen kurzfristig um über 40 Prozent reduziert. Hierfür wurden zehn der 200 Zierbrunnen, die aufgrund technischer oder örtlicher Gegebenheiten besonders viel Wasser verbrauchen, abgeschaltet und bei 56 Brunnen mit bereits verbauter MSR-Technik die Betriebszeit von 14 auf zehn Stunden täglich reduziert (alte Laufzeit von 8 bis 22 Uhr; neue Laufzeit von 10 bis 20 Uhr). Damit ist sichergestellt, dass die Brunnen während der heißesten Tageszeiten zur Abkühlung der Menschen weiterhin in Betrieb sind und gleichzeitig der Wasserverbrauch substanziell gesenkt wird.

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