Schutz vor dem Austrocknen

Gesundwerden neben der Autobahn: Das Mörlbacher Moor entlang der A95 wird renaturiert. (Foto: LRA Starnberg)
Gesundwerden neben der Autobahn: Das Mörlbacher Moor entlang der A95 wird renaturiert. (Foto: LRA Starnberg)
Gesundwerden neben der Autobahn: Das Mörlbacher Moor entlang der A95 wird renaturiert. (Foto: LRA Starnberg)
Gesundwerden neben der Autobahn: Das Mörlbacher Moor entlang der A95 wird renaturiert. (Foto: LRA Starnberg)
Gesundwerden neben der Autobahn: Das Mörlbacher Moor entlang der A95 wird renaturiert. (Foto: LRA Starnberg)

Intakte Moore haben eine wichtige Funktion für den Umweltschutz. Um das Mörlbacher Moor vor dem Austrocknen zu schützen, wird es derzeit renaturiert. 25 Torfdämme aus Nadelholz wurden dafür kürzlich in den Boden eingebaut. „Damit wollen wir eine weitere Entwässerung stoppen und dem Moor die Möglichkeit geben, sich zu erholen”, erklärt Landrat Stefan Frey die Maßnahme.

Rund 15 Hektar

Das Mörlbacher Moor mit seinen rund 15 Hektar liegt östlich des Berger Ortsteils Mörlbach, direkt an der Landkreisgrenze. Mörlbach und das Moor trennt die Autobahn A95. Moore zu erhalten ist nicht nur gut für den Schutz der Natur. Sie binden auch einen großen Anteil an CO2 und können erhebliche Wassermengen zurückhalten. „Mit einem intakten Moor schlagen wir also gleich drei Fliegen mit einer Klappe. Es ist wichtig für den Natur-, den Klima- und den Hochwasserschutz”, erklärt Petra Gansneder, Landschaftspflegeberaterin an der Unteren Naturschutzbehörde.

Beliebter Brennstoff

Doch auch das Mörlbacher Moor droht langsam auszutrocknen. „Die Ursache, dass Moore langsam austrocknen und von uns nun wieder aufgepäppelt werden müssen, liegt weit zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Torfgewinnung in vielen Orten ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. Torf war ein beliebter Brennstoff. Um Torf abzubauen wurden zunächst Gräben gezogen, um das Moorgebiet zu entwässern. Diese Gräben führen bis heute Wasser und entziehen dem Gebiet wichtige Feuchtigkeit”, so Gansneder. Um dem Moor die ursprüngliche Funktion wieder zurückzugeben, werden sogenannte Torfdämme aus Nadelholz in die bestehenden Entwässerungsgräben eingebaut und anschließend mit Torfboden bedeckt. Dadurch wird der Grundwasserstand wieder angehoben und das Moor kann sich erholen.

Spundwand geplant

Nach der gelungenen Renaturierung des Gilchinger Wildmooses vor rund drei Jahren, folgt nun also die nächste Maßnahme. Möglichst noch in diesem Jahr soll in einem weiteren Schritt eine Spundwand Richtung Autobahn eingebaut werden, um die Einflüsse durch den Autobahnbau zu minimieren. Eigentümer der Flächen sind die Gemeinde Berg, der Landkreis Starnberg sowie eine weitere Eigentümerin.

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