Peter Kistler und Stefan Weißmüller verstärken ab sofort das Team der ehrenamtlichen Biberberater im Landkreis Dachau. Landrat Stefan Löwl händigte den beiden nach bestandener Prüfung ihre Ernennungsurkunden aus. Vorausgegangen war eine fundierte Ausbildung bei der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege.
Mit Peter Kistler kehrt ein alter Bekannter ins Landratsamt zurück. Über 30 Jahre arbeitete er im Landratsamt, baute das neue Sachgebiet „Kommunale Abfallwirtschaft” auf und leitete zuletzt die Abfallwirtschaft des Landkreises, bevor er sich im vergangenen Sommer in den Ruhestand verabschiedete.
Auch Stefan Weißmüller bringt bereits Erfahrung im Naturschutz mit. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit in der Naturschutzwacht übernimmt er die Aufgabe des Biberberaters, vorrangig in den Gemeinden Weichs und Röhrmoos. Peter Kistler wird das Biberberater-Team voraussichtlich im südlichen Landkreis unterstützen. Beide freuen sich auf ihre neue ehrenamtliche Aufgabe im Landkreis Dachau.
Im Landkreis Dachau leben derzeit schätzungsweise 600 bis 700 Biber. Die streng geschützte Tierart gestaltet ihre Umwelt aktiv: Sie baut Dämme, fällt Bäume und staut Gewässer auf. Dadurch entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig kann es dort, wo der Biber aktiv ist, zu Konflikten mit menschlichen Nutzungsinteressen kommen - etwa durch vernässte landwirtschaftliche Flächen, angenagte Bäume oder aufgestaute Gewässer.
In solchen Fällen kommen die ehrenamtlichen Biberberaterinnen und Biberberater zum Einsatz. Sie stehen als neutrale und sachkundige Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung, vermitteln zwischen den Beteiligten und unterstützen dabei, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden.
Für die Untere Naturschutzbehörde sind die Biberberater eine wertvolle Hilfe bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. In ihren jeweiligen Einsatzgebieten fungieren sie als örtliche Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Biber. In vielen Fällen genügt bereits Aufklärungsarbeit oder der Einsatz präventiver Maßnahmen, etwa Baumschutz gegen Verbiss oder Elektrozäune zur Regulierung von Aufstauungen an Gewässern. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist zudem die Betreuung geschützter und ökologisch wertvoller Gebiete.