Veröffentlicht am 17.02.2026 15:38

Dem Steinschmätzer Chancen auf Rückkehr gegeben

Der Steinschmätzer überwintert südlich der Sahara und ist als Langstrecken-Zugvogel auf Brutmöglichkeiten in Europa angewiesen.  (Foto: Fabian Hertrich)
Der Steinschmätzer überwintert südlich der Sahara und ist als Langstrecken-Zugvogel auf Brutmöglichkeiten in Europa angewiesen. (Foto: Fabian Hertrich)
Der Steinschmätzer überwintert südlich der Sahara und ist als Langstrecken-Zugvogel auf Brutmöglichkeiten in Europa angewiesen. (Foto: Fabian Hertrich)
Der Steinschmätzer überwintert südlich der Sahara und ist als Langstrecken-Zugvogel auf Brutmöglichkeiten in Europa angewiesen. (Foto: Fabian Hertrich)
Der Steinschmätzer überwintert südlich der Sahara und ist als Langstrecken-Zugvogel auf Brutmöglichkeiten in Europa angewiesen. (Foto: Fabian Hertrich)

Eine der seltensten Vogelarten Deutschlands könnte schon bald wieder in der Fröttmaninger Heide brüten: der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe). Dieser Vogel ist in Bayern und deutschlandweit als vom Aussterben bedroht eingestuft (Rote Liste Kategorie 1). Durch gezielte Artenschutzmaßnahmen erhält er neue Chancen auf eine Rückkehr als Brutvogel.

Zuletzt 2003 in der Heide gebrütet

Der letzte bestätigte Brutnachweis des Steinschmätzers in der Fröttmaninger Heide stammt aus dem Jahr 2003. In den darauffolgenden Jahren wurde die Art zwar regelmäßig während des Vogelzugs als Durchzügler beobachtet, eine erneute Brut blieb jedoch aus. Hauptgründe hierfür waren anhaltende Störungen, insbesondere durch Besucher mit Hunden, sowie das Fehlen geeigneter Brutstrukturen. Mit dem Rückbau ehemaliger Bundeswehrbaracken und der Entfernung von Panzerwracks sind wichtige Nistmöglichkeiten verlorengegangen.

Steinhaufen wurden angelegt

Um dem Steinschmätzer wieder geeignete Bedingungen zu bieten, wurden im vergangenen Winter an ausgewählten Standorten in der Heide Steinhaufen angelegt. Diese Strukturen dienen der Art als mögliche Brutplätze und Rückzugsorte. Ergänzend ist geplant, einen Bereich einzuzäunen, sodass der Steinschmätzer dort ungestört brüten kann.

Das Artenschutzprojekt wird vom Heideflächenverein Münchener Norden e.V. in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München durchgeführt – letztere vertreten durch das Referat für Klima- und Umweltschutz, das den geplanten Zaun finanziert. Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Steinschmätzer nach über zwei Jahrzehnten wieder als Brutvogel in die Fröttmaninger Heide zurückkehrt.

Liebt karge Böden

Der Steinschmätzer ist ein typischer Bewohner offener, strukturreicher Landschaften mit kargen Böden, Steinen und niedriger Vegetation. Als Langstreckenzieher überwintert er südlich der Sahara und ist daher in Europa auf geeignete Brutgebiete besonders angewiesen. Sein mögliches Comeback in der Fröttmaninger Heide wäre ein wichtiger Erfolg für den regionalen Artenschutz und ein positives Signal für den Erhalt stark gefährdeter Offenlandarten.

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