Im zweiten Jahr in Folge hat die Gemeinde Eching die sogenannte Saatkrähenvergrämung veranlasst. Bereits 2025 war die Maßnahme, die mithilfe von Greifvögeln durchgeführt wird, erfolgreich. Nach vielen anderen Versuchen, die in den Vorjahren durchgeführt worden waren, hat sich diese Methode als am besten geeignet erwiesen: die Vögel suchten sich Brutplätze außerhalb der Wohngebiete. Viele Bürger waren der Gemeinde dafür sehr dankbar.
Denn die Anwesenheit der streng geschützten Saatkrähen ist für die Anwohner und Gewerbetreibenden oft ein Ärgernis. Die stetig wachsende Krähenpopulation bringt außer der starken Lärmbelästigung zunehmend auch ein hygienisches Problem mit sich. Ein Aufenthalt in Parks und Biergärten, insbesondere in den Gebieten der Hubergasse und in Teilen der Unteren Hauptstraße, war vor der ersten Vergrämungsaktion vor einem Jahr kaum möglich.
Um diese Erfolge weiterhin zu festigen, führt die Gemeinde im Zeitraum seit Anfang Februar bis zum Mitte April erneut die Saatkrähenvergrämung durch.
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Maßnahme sind die Greifvögel, die täglich mehrere Stunden zum Einsatz kommen. Sie irritieren die Saatkrähen, die daraufhin ihren Nestbau unterbrechen und den Ortsbereich verlassen. Sie siedeln dann in Außenbereiche um, um dort neue Nester zu bauen. Die Gemeinde Eching steht im Kontakt mit den Nachbargemeinden und informiert diese über die Aktion, damit dort eventuell ebenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen werden können.
Die Gemeinde hat auch heuer wieder die Experten von Falcons World beauftragt. Dieses Unternehmen verfügt über die nötige Sachkunde und jahrzehntelange Erfahrung in der Vergrämung von Problemvögeln. Neben Inhaber Leo Mandlsperger, wird auch die Falknerin Lisa Kustura, hauptberuflich tätig als Erzieherin im Echinger Gemeindekindergarten, mit ihrem Wüstenbussard Enzo besonders an den Wochenenden im Einsatz sein.
Bürgermeister Sebastian Thaler resümiert: „Mit dem Ergebnis der Saatkrähenvergrämung waren wir im letzten Jahr sehr zufrieden. Mit der erneuten Aktion möchten wir eine langfristige Wirkung erzielen und die Saatkrähen dauerhaft aus unseren Wohn- und Geschäftsbereichen vertreiben, ohne sie zu bejagen. Die Falkner achten darauf, dass ihre Wüstenbussarde die Saatkrähen nicht verletzen, sondern nur vertreiben.”