Veröffentlicht am 23.03.2026 14:34

Klare Forderung

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat sich mit Günter Friedl, dem Präsidenten und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, über zentrale Zukunftsthemen für Werkstätten ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Reparierbarkeit moderner Fahrzeuge und der Zugang zu Fahrzeugdaten.

Ein klares Signal setzte das Kfz-Gewerbe beim Thema Elektromobilität: Traktionsbatterien müssen so konstruiert sein, dass sie auch auf Zellebene repariert werden können und nicht nur als komplettes System austauschbar sind. Nur so lassen sich Kosten begrenzen und Ressourcen schonen. „Nachhaltigkeit heißt für uns: reparieren statt wegwerfen. Wenn ganze Batteriesysteme ersetzt werden müssen, obwohl einzelne Komponenten reparierbar wären, ist das weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll“, so Friedl. „Wir brauchen hier praktikable Regeln, damit Reparaturen künftig möglich und bezahlbar sind – auch mit Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt.“ Staatsminister Glauber unterstrich zudem, dass Kosten und Austausch von Batterien in einem angemessenen Verhältnis zum Fahrzeugwert stehen müssen.

Ebenso deutlich wurde die Forderung nach einem fairen Zugang zu Fahrzeugdaten. Ohne diskriminierungsfreien Zugriff auf OBD-Schnittstellen können unabhängige Werkstätten ihre Arbeit nicht mehr im Wettbewerb leisten. In der Praxis ist der Zugang zu diesen Daten jedoch häufig eingeschränkt.

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