Veröffentlicht am 05.03.2026 13:49

Bei Bewusstlosigkeit Helm abnehmen

So versorgt man einen Motorradfahrer nach einem Unfall: Den Patienten ansprechen, die Helmabnahme vorbereiten, Hilfe leisten und Ruhe bewahren.  (Foto: Frank Schemann)
So versorgt man einen Motorradfahrer nach einem Unfall: Den Patienten ansprechen, die Helmabnahme vorbereiten, Hilfe leisten und Ruhe bewahren. (Foto: Frank Schemann)
So versorgt man einen Motorradfahrer nach einem Unfall: Den Patienten ansprechen, die Helmabnahme vorbereiten, Hilfe leisten und Ruhe bewahren. (Foto: Frank Schemann)
So versorgt man einen Motorradfahrer nach einem Unfall: Den Patienten ansprechen, die Helmabnahme vorbereiten, Hilfe leisten und Ruhe bewahren. (Foto: Frank Schemann)
So versorgt man einen Motorradfahrer nach einem Unfall: Den Patienten ansprechen, die Helmabnahme vorbereiten, Hilfe leisten und Ruhe bewahren. (Foto: Frank Schemann)

Mit dem Frühling beginnt ist auch wieder die Motorrad-Saison. Die Motorradstaffel der Johanniter aus München gibt Tipps für einen sicheren Saisonstart und erklärt, wie man bei einem Motorradunfall richtig hilft.

Ulrich Rubner von der Staffel sagt: „Autofahrer müssen sich nach den Wintermonaten erst wieder an die Motorräder gewöhnen. Durch die schlanke Silhouette eines Motorrads kann es leicht übersehen werden, gerade wenn zum Saisonbeginn die Sonne niedrig steht und häufiger blendet. Man sollte jetzt vor dem Abbiegen oder Überholen besonders genau hinschauen. Ein Schulterblick beim Spurwechsel kann viele Unfälle vermeiden. Ganz wichtig ist, dass Autofahrer vor dem Abbiegen oder beim Spurwechsel rechtzeitig blinken. Für Motorrad wie Autofahrer gilt: Auf kurvigen Straßen unbedingt auf der eigenen Spur bleiben.”

Typische Verletzungen bei Motorradunfällen sind Knochenbrüche, schwere Hautabschürfungen oder Nervenverletzungen, die zu Lähmungen führen können. Deswegen ist geeignete Schutzkleidung auch für kurze Strecken unverzichtbar. „Eine normale Jeans bietet bei einem Unfall kaum mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk sollte auch die Knöchel schützen”, so der Experte der Johanniter. Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommt, müssen Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass dem Motorradfahrer bei Bewusstlosigkeit der Helm abgenommen wird. Ist mehr als ein Ersthelfer am Unfallort, sollte die zweite Person assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht hält. Anschließend muss der Bewusstlose in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte. Nur so ist gewährleistet, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder eigenem Blut in den Atemwegen erstickt. Dann wird die Notrufnummer 112 gewählt. Wer so handelt, rettet Leben. Die Johanniter empfehlen eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse.

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