Durch einen 9:5 Sieg gegen die HTG Bad Homburg am zweiten Kampftag der 2. Judo-Bundesliga wahrt das Team der Coaches Martin Garic und Florian Speigel vor dem ersten echten Härtetest gegen Sindelfingen seine weiße Weste. Dabei bereitete die Personalsituation kurz vor der Reise nach Hessen den Coaches noch große Sorgen.
„Wir hatten im Vorfeld des Kampftages viele Ausfälle. Einige unserer Kämpfer waren terminlich verhindert, andere verletzten sich noch in der Wettkampfwoche oder sind krank“, fasst Speigel die Situation rund ums Team zusammen. Zu den Ausfällen gehörten auch die Routiniers Valentin Larasser und Ian Störmer, sowie die österreichischen Nationalmannschaftskämpfer Alexander Klaus-Sternwieser und Samuel Gassner, letzterer sollte in Bad Homburg eigentlich sein Debüt für die Oberbayern geben. So musste die KG in drei Gewichtsklassen mit jeweils nur einem Kämpfer auskommen, was sowohl taktische, als auch etwaige verletzungsbedingte Wechsel unmöglich machte.
„In so einer Situation darf dann natürlich nichts schief gehen und das Team muss noch enger zusammenrücken. Qualitativ waren wir trotz der Ausfälle immer noch stark besetzt – das mussten die Jungs nur zeigen“, so Garic.
Und das Team schickte sich an, den Forderungen der Coaches Taten folgen zu lassen. Maxim Weisser siegte min der ersten Begegnung des Tages souverän und vorzeitig in der Gewichtsklasse -60 kg. Der Tscheche Michal Pfaf (-90 kg) trug erstmals die Farben der KG und steuerte ebenfalls einen ungefährdeten, vorzeitigen Sieg bei. Schwergewichtler Daniel Messelberger stellte mit einem Sieg über die gesamte Kampfzeit auf 3:0. Lucas Kuttalek (-73 kg) musste sich Michel Markloff geschlagen geben, ehe Robert Barwig (-81 kg) schnell den vierten Punkt für die Gäste sicherte. Eine Niederlage von Robert Buendowski (-100 kg) und ein Sieg von Muhamed Tachaev (-66 kg) bedeuteten eine starke 5:2-Führung zur Pause.
Zum Sieg fehlten somit in der Rückrunde noch drei Punkte. Weisser (-60 kg) und Pfaf (-90 kg) siegten erneut souverän und vorzeitig, ehe der eingewechselte Schwergewichtler Till Goldammer mit seiner bisher stärksten Leistung für die Kampfgemeinschaft den achten und gewinnbringenden Punkt für sein Team holte. In einem intensiven und hart geführten Duell in der Gewichtsklasse -73 kg musste sich der aufopferungsvoll kämpfende Lucas Kuttalek letztendlich weit in der Verlängerung knapp geschlagen geben. Der neu ins Team gerückte Kevin Miller erhöhte im Anschluss mit einem schönen tiefen Schulterwurf für die Kampfgemeinschaft. Zwei knappe Niederlagen von Matthias Werner (-100 kg) und Muhamed Tachaev (-66 kg) waren für die hessischen Gastgeber lediglich Ergebniskosmetik.
„Die Jungs haben das heute wirklich großartig gemacht. Sie haben sich nicht von den widrigen Umständen im Vorfeld oder der langen Anreise aus dem Konzept bringen lassen. Wenn einer unerwartet verloren hat, waren andere da und konnten diese Niederlagen kompensieren. So darf es gerne weitergehen“, sind sich Garic und Speigel einig.
Und weiter geht es bereits in zwei Wochen mit dem nächsten Heimkampftag in der Jahnsporthalle in Grafing. Mit dem VfL Sindelfingen empfängt die Kampfgemeinschaft den ersten richtig harten Brocken der zweiten Judo-Bundesliga. Nach einer knappen 6:8-Niederlage in der Vorsaison, wollen die Oberbayern den Rückenwind der ersten zwei Kampftage nutzen, um dieses Jahr als Sieger von der Matte zu gehen.