Im Playoff-Halbfinale der Eishockey-Bayernliga ist man beim EHC Klostersee aktuell nur noch Zuschauer. Wie wertvoll freilich die direkte Qualifikation der Grafinger Rot-Weißen für die K.O.-Runde der besten acht Mannschaften im Bayerischen Oberhaus gewesen ist, zeigt sich aktuell in den Playdowns. Da müssen die Waldkraiburger Löwen, die als Achter der Hauptrunde in den Pre-Playoffs anschließend nur ganz knapp scheiterten, in der Final-Serie „best of seven“ gegen die Pfaffenhofen Eishogs nun um den Klassenerhalt kämpfen. So schnell könne aus einer bis vor kurzem noch soliden Saison eine total verkorkste werden, betonte Marc Kerndl mit Blick auf das Zittern beim Derby-Gegner aus der Industriestadt. Der Sportliche Leiter der Klosterseer führt aktuell zusammen mit Head-Coach Thomas „Birdy“ Vogl am Rande der wöchentlichen Trainingseinheiten, bei denen sich die EHCler für die Wren-Classics am Osterwochenende fit halten, Einzelgespräche mit den Puckjägern des aktuellen Kaders.
Jeweils mit einem Vertragsangebot in der Tasche haben sich der junge Finne Luka Kauppila und der Kanadier Alexandre Gagnon bereits vor über eine Woche in ihre Heimat verabschiedet. Diesen Donnerstag ist auch Kelvin Walz zusammen mit seiner Frau nach Hause geflogen. Der Nordamerikaner hat noch nicht entschieden, ob er seine aktive Laufbahn fortsetzen oder die Schlittschuhe an den Nagel hängen wird. Falls Walz noch ein Jahr dranhängt, wird er wohl weiter das EHC-Trikot tragen. „Wir sind mit allen dreien in Kontakt. Nach der vereinbarten Bedenkzeit werden wir sehen, wie es weitergeht“, sagt Kerndl.
Sich bestens eingefügt im Grafinger Team hatte sich der 21 Jahre junge Stürmer Björn Salhi, der per Förderlizenz vom Süd-Oberligisten Erding Gladiators gekommen war. Insgesamt 13 Pflichtspiele absolvierte der Linksschütze für die EHCler, der ursprünglich aus dem Landshuter Nachwuchs stammt. Mit einer durchaus beachtlichen Bilanz von fünf Toren und sieben Assists (zwölf Skorerpunkte) und dazu Verletzungspech im sechsten und letzten Playoff-Aufeinandertreffen der Klosterseer mit den Landsberg Riverkings. Da zog sich Salhi eine Schultereckgelenksverletzung zu. Währenddessen hat sich Routinier Raphael Kaefer einer weiteren Knieoperation unterzogen. Der verletzungsgeplagte Allrounder brachte es in der Saison 2025/26 auf insgesamt nur sieben Einsätze.