Kann der Großmarkt in Sendling bleiben?

Bürgermeisterin Verena Dietl (Dritte von links) mit Vertretern des Großmarkts und des Verbands des Bayerischen Frucht-Import und Großhandels e.V. (Foto: LHM)
Bürgermeisterin Verena Dietl (Dritte von links) mit Vertretern des Großmarkts und des Verbands des Bayerischen Frucht-Import und Großhandels e.V. (Foto: LHM)
Bürgermeisterin Verena Dietl (Dritte von links) mit Vertretern des Großmarkts und des Verbands des Bayerischen Frucht-Import und Großhandels e.V. (Foto: LHM)
Bürgermeisterin Verena Dietl (Dritte von links) mit Vertretern des Großmarkts und des Verbands des Bayerischen Frucht-Import und Großhandels e.V. (Foto: LHM)
Bürgermeisterin Verena Dietl (Dritte von links) mit Vertretern des Großmarkts und des Verbands des Bayerischen Frucht-Import und Großhandels e.V. (Foto: LHM)

Nach dem Ausstieg der Bieterin und der damit verbundenen Aufhebung des Vergabeverfahrens hat der Stadtrat im Herbst 2025 klare Aufträge für die Zukunft des Großmarktes erteilt. Bürgermeisterin Verena Dietl wurde beauftragt, gemeinsam mit den Märkten München und der Stadtverwaltung in diesem Jahr einen Dialogprozess zur Zukunft des Großmarkts in Form von Runden Tischen zu initiieren.

„Oohne Denkverbote” antworten

In Vorbereitung auf den ersten Runden Tisch Anfang Februar führte Bürgermeisterin Dietl ein Gespräch mit Vertretern des Großmarktes und des Verbands des Bayerischen Frucht-Import und Großhandels e.V., an der Spitze Präsident Günther Warchola. Ziel war es, frühzeitig die Sicht der Händler sowie zentrale Anforderungen für eine zukunftsfähige Perspektive aufzunehmen.
„Der Großmarkt ist ein unverzichtbarer Bestandteil der regionalen Lebensmittelversorgung. Gleichzeitig stehen wir vor komplexen strukturellen Fragen, die nur gemeinsam und ohne Denkverbote beantwortet werden können. Darüber bin ich mir mit den Händler*innen einig“, so Dietl.
Im weiteren Prozess sollen zentrale Fragen geklärt werden: das grundsätzliche Bekenntnis der Stadt zu einem Großmarkt als Teil der öffentlichen Versorgungsstruktur, die Standortfrage (einschließlich der Frage, ob ein Verbleib in Sendling oder ein Standortwechsel in Betracht kommt) sowie die Rolle der Landeshauptstadt bei der künftigen Organisation und Trägerschaft. Auch die zeitliche Perspektive für den Betrieb und mögliche Übergangsphasen werden Bestandteil der weiteren Gespräche sein.

10 bis 15 Hektar Platz nötig

Aus Sicht der Händler ist für einen zukunftsfähigen Großmarkt entscheidend, dass Logistik, Lagerung und Handel an einem Standort gebündelt bleiben. Als Anforderungen für einen möglichen neuen Standort wurden unter anderem zusammenhängende Flächen von etwa 10 bis 15 Hektar, eine sehr gute verkehrliche Anbindung sowie wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen benannt.
Bürgermeisterin Dietl betonte, dass dabei durchaus auch über die Stadtgrenzen hinaus gedacht werden könne. Große, zusammenhängende Flächen seien im Stadtgebiet nur sehr begrenzt verfügbar. Deshalb kann es notwendig werden, auch den Freistaat Bayern sowie mögliche kommunale Partner in den weiteren Prozess einzubeziehen. „Jetzt geht es darum, gemeinsam realistische und tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, so Dietl abschließend. „Ich bin dem Fruchthandelsverband für seine Offenheit und gezeigte Bereitschaft zur Mitwirkung sehr dankbar.“

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