Die Fuß- und Radbrücke über die Brudermühlstraße wurde vor etwa einem Jahr geschlossen, um ihre Tragfähigkeit zu prüfen. Nach der Bauwerksprüfung wurde sie wieder eingeschränkt geöffnet. Seitdem gilt auf ihr aber ein Radfahrverbot. Der Sendlinger Bezirksausschuss hat nun einstimmig gefordert, diese Brücke wieder als gemeinsamen Fuß- und Radweg zu öffnen.
Die Brücke verbindet die Grünanlagen am Neuhofener Berg, aber auch das Gebiet um den Harras mit der Isar und den Münchner Süden. Für Radfahrende ist die Route interessant, da man für ein recht langes Stück mitten in München und Sendling weit abseits von Straßen entlang eines Grüngürtels radeln kann. Darauf wiesen die Grünen hin, die den Vorschlag zur Öffnung machten. Auch wenn die Unterbrechung nicht länger als 100 Meter ist, sei sie dennoch ärgerlich. Zudem wirke sie unnötig.
Sollte die Unterbrechung aus technischen Gründen notwendig sein, so solle zumindest provisorisch eine Lösung gefunden werden, so dass der Radverkehr auf der Brücke wieder ermöglicht werden kann, fordert der Bezirksausschuss.
„Eine Brücke für den Radverkehr sperren, weil das Geländer zu niedrig ist - das ist doch keine Lösung“, kritisierte Dagmar Irlinger (Grüne). Grund für die Sperrung sei laut städt. Baureferat die zu geringe Geländerhöhe, sagte Irlinger. Das Baureferat habe Sperrpfosten aufgestellt und wolle verstärkt Kontrollen durchführen und auf das Verhalten der Radfahrer achten. „Besser“, so Irlinger, „wäre es doch, das Geländer würde erhöht“. Ihr entsprechender Antrag wurde einstimmig von dem Bürgergremium angenommen.