Bei einem Festakt in München hat Verkehrsminister Christian Bernreiter zwölf Kommunen die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ verliehen. Die Städte, Gemeinden und Landkreise sind nun für die vorerst nächsten sieben Jahre dauerhaftes Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern). Fünf Kommunen erhielten zudem eine Re-Zertifizierungs-Urkunde. Eine Stadt sowie ein Landkreis konnten von dem Vorsitzenden der AGFK Bayern, dem Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß, als neue Mitgliedskommunen in den Verein aufgenommen werden.
Zu der gemeinsamen Veranstaltung der AGFK Bayern und des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr in der Scholastika durfte Moderator Roman Roell rund 90 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden begrüßen. Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter sagte in seiner Ansprache: „Ein starker Radverkehr ist ein wichtiger Baustein für eine lebenswerte Heimat. Entscheidend ist dafür eine attraktive Infrastruktur. Die AGFK und ihre Kommunen leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Ihr Engagement macht Radfahren in Bayern sicherer und attraktiver. Dabei werden wir die Kommunen auch zukünftig mit unseren Förderprogrammen unterstützen.“
Voraussetzung für eine dauerhafte Mitgliedschaft in der AGFK Bayern ist die Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“, die vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr verliehen wird. Im Prüfverfahren für die Auszeichnung werden die Kommunen nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft. Zwölf AGFK-Mitgliedskommunen haben sich dem anspruchsvollen Verfahren mit Erfolg unterzogen und dürfen daher von 2026 bis 2032 offiziell den Titel tragen: die Gemeinde Feldkirchen (Landkreis München), die Städte Alzenau, Burgau, Günzburg, Herrieden, Neu-Ulm, Traunstein, Vilshofen und Zirndorf, der Markt Roßtal sowie die Landkreise Aschaffenburg und Donau-Ries. Insgesamt tragen den Titel „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ inzwischen 90 Kommunen. Die Auszeichnung gilt als Anreiz, den eingeschlagenen Weg in der Radverkehrsförderung weiterzuverfolgen.
Bereits ausgezeichnete Mitgliedskommunen unterliegen einer Fortschrittsverpflichtung. Die Anerkennung für geleistete Radverkehrsaktivitäten erfordert nach sieben Jahren eine Re-Zertifizierung. Im Jahr 2025 durchliefen die Gemeinde Oberhaching (Landkreis München) sowie die Städte Gunzenhausen, Lauf an der Pegnitz, Stein und Wolfratshausen den Re-Zertifizierungsprozess erfolgreich. Auch sie erhielten erneut das Siegel.
Zwei neue Mitgliedskommunen konnte die AGFK Bayern 2025 ebenfalls aufnehmen, die nun ihre Urkunde erhielten: der Landkreis Garmisch-Partenkirchen und die Stadt Parsberg. Sie werden sich in den nächsten Jahren auf das Prüfverfahren zur „Fahrradfreundlichen Kommune in Bayern“ vorbereiten.